MÜNCHEN. SCHAU her! Das Bildarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek – Virtuelle Ausstellung

Fotoausstellung der Bayerischen Staatsbibliothek

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250 historische Aufnahmen von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die 1970er Jahre laden zu einer spannenden Zeitreise durch München und Umgebung ein. Die außergewöhnlichen Fotos stammen von bekannten Münchner Fotografen wie Franz Hanfstaengl, Georg Fruhstorfer, Felicitas Timpe oder Heinrich Hoffmann.

 

Das Bildarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek, das die fotografischen Nachlässe und Fotoarchive betreut, gibt mit der Ausstellung einen repräsentativen Einblick in die herausragenden Fotosammlungen des Hauses.

 

„MÜNCHEN. SCHAU her!” wirft ein Licht auf große wie kleine Ereignisse der Münchner Geschichte und erschließt sich in sechs Schwerpunkten:

 

♦  Frühe Fotografie 1839 bis 1914
♦  Von München in die Berge
♦  München 1914 bis 1945
♦  Kriegszerstörung und Wiederaufbau
♦  Kultur, Kultur, Kultur
♦  Zwischen Brauchtum und Fortschritt

 

Tauchen Sie ein in die Fotoarchive der Bayerischen Staatsbibliothek und begeben Sie sich auf eine spannende Zeitreise.

 

Tipp: Durch Anklicken können bei den Fotos in den Bildergalerien (mit wenigen Ausnahmen) Audioguides mit weiteren Informationen aktiviert werden.

Frühe Fotografie (1839 bis 1914)

München war neben Paris und London das wichtigste Zentrum für die Entwicklung und Verbreitung der Fotografie im 19. Jahrhundert. Die hier ansässigen Wissenschaftler und Künstler waren an der Verbreitung der neuen Technik maßgeblich beteiligt. In den beiden Schatzkammern werden als Originalaufnahmen frühe Fotografien präsentiert und die Technik erläutert. Aufnahmen des ersten Münchner Fotografen Alois Löcherer (1815 – 1862), der Hoffotografen Joseph Albert (1825 – 1886) und Franz Hanfstaengl (1804 – 1877) schließen sich an, gefolgt von Bildern, die im berühmten Fotoatelier Elvira angefertigt wurden.

 

 

Königin Marie mit ihren Söhnen Ludwig, dem späteren König Ludwig II. von Bayern (1845 – 1886), und Otto, dem späteren König Otto I. (1848 – 1916)

Joseph Albert, Albumin, um 1863

Königin Marie mit ihren Söhnen Ludwig, dem späteren König Ludwig II. von Bayern (1845 – 1886), und Otto, dem späteren König Otto I. (1848 – 1916). Joseph Albert, Albumin, um 1863 | © BSB/Bildarchiv (port-008946)
© BSB/Bildarchiv (port-008946)

Von München in die Berge

Dieser Ausflug führt den Besucher zunächst in das Werdenfelser Land bis nach Tirol. Der in Partenkirchen und später in Meran ansässige Fotograf Bernhard Johannes (1848 – 1899) und seine Nachfolger fertigten frühe alpine Aufnahmen von der Besteigung der Zugspitze an, teils kuriose Atelieraufnahmen sowie Zeugnisse bayerischen Brauchtums. Die Berchtesgadener Berge hat der Fotograf Josef Beierl (1905 – 1943) in den 1920er und 1930er Jahren im Bild festgehalten. Seine Aufnahmen werden hier erstmals gezeigt.

 

 

Josef Beierl mit Freunden auf der Schönfeldspitze

Mit 2 653 Metern Höhe ist die Schönfeldspitze nach dem Selbhorn der zweithöchste Berg des Steinernen Meeres in den Berchtesgadener Alpen. Sie kann von bayerischer und von österreichischer Seite aus bestiegen werden.

Josef Beierl, Aufnahme wohl mit Selbstauslöser, undatiert

Josef Beierl mit Freunden auf der Schönfeldspitze. Josef Beierl, Aufnahme wohl mit Selbstauslöser, undatiert | © BSB/Bildarchiv (beie-000005)
© BSB/Bildarchiv (beie-000005)

München 1914 bis 1945

Ereignisse wie der Ausbruch des Ersten Weltkriegs, die Revolution 1918/19, der Aufstieg der NSDAP in München, die Bücherverbrennung und das Novemberpogrom 1938 sind in den Sammlungen des Bildarchivs dokumentiert. Die Aufnahmen stammen größtenteils aus dem Fotoarchiv von Heinrich Hoffmann (1885 – 1957), dem persönlichen Fotografen Adolf Hitlers.

 

 

Der NS-Totenkult – die Gedenkfeier am 9. November 1936

Zur Erinnerung an den Hitlerputsch 1923 inszenierten die Nationalsozialisten jedes Jahr einen pompösen Aufmarsch und den Einmarsch der wichtigsten Parteifunktionäre um Hitler auf dem Königsplatz. In der Bildmitte die beiden 1935 errichteten sogenannten „Ehrentempel“, die Grabstätte der 1923 getöteten Nationalsozialisten.

Unbekannter Fotograf, 9. November 1936

Der NS-Totenkult – die Gedenkfeier am 9. November 1936. Unbekannter Fotograf, 9. November 1936 | © BSB/Bildarchiv (hoff-14387)
© BSB/Bildarchiv (hoff-14387)

Kriegszerstörung und Wiederaufbau

Die Bilder der zerstörten Stadt, von Kriegsheimkehrern, provisorischen Verkaufsständen zwischen den Trümmerbergen, der Schutträumung, dem florierenden Schwarzmarkt, aber auch erste Konzerte kennzeichnen die Erinnerung an die Nachkriegszeit. Die Fotografen Georg Fruhstorfer (1915 – 2003), Helmut Silchmüller (1906 – 1980) und Tino Walz (1913 – 2008) hielten diese bewegte Zeit im Bild fest.

 

 

Oberbürgermeister Thomas Wimmer beim „Rama dama“ auf dem Rindermarkt

Der Initiator der Schutträumaktion, an der sich mehrere tausend Bürger beteiligten, war Oberbürgermeister Wimmer (1887 – 1964), der auch selbst mit anpackte. Die symbolische Aktion, gemeinsam die Stadt wieder aufbauen zu wollen, wurde zum geflügelten Wort.

Georg Fruhstorfer, 29. Oktober 1949

Oberbürgermeister Thomas Wimmer beim „Rama dama“ auf dem Rindermarkt. Georg Fruhstorfer, 29. Oktober 1949 | © BSB/Bildarchiv (fruh-00012)
© BSB/Bildarchiv (fruh-00012)

Kultur, Kultur, Kultur

Ob Musik, Theater, Oper, Kabarett oder Ballett – unter den Fotos von Felicitas Timpe (1923 – 2006) dürfte für jeden Ausstellungsbesucher etwas dabei sein. Manch einer mag sich an die Rolling Stones oder Beatles bei ihren Auftritten in den 1960er und 1970er Jahren erinnern. Die Münchner Fotografin dokumentierte von 1950 bis 2003 das kulturelle Leben der bayerischen Landeshauptstadt. Ihr Archiv umfasst etwa eine Million Bilder.

 

 

Pressekonferenz der Beatles im Hotel Bayerischer Hof

1966 traten die Beatles das erste Mal in München auf. Gerade die Lokalpresse konnte sich die Popularität der Band kaum erklären.

Felicitas Timpe, 23. Juni 1966

Pressekonferenz der Beatles im Hotel Bayerischer Hof. Felicitas Timpe, 23. Juni 1966 | © BSB/Bildarchiv (timp-007169)
© BSB/Bildarchiv (timp-007169)

Zwischen Brauchtum und Fortschritt

Der legendäre Münchner Fasching, die Wiesn, die 800-Jahr-Feier 1958, Studentenproteste, die Ankunft der ersten Gastarbeiter und schließlich die Olympischen Spiele 1972 sind Themen des letzten Ausstellungsteils. Floßfahrten auf der Isar in den 1950er Jahren, eine Trachtengruppe beim Umzug in der Maximilianstraße oder das Garchinger Atom-„Ei“ im Bau waren beliebte Motive.

 

 

Ankunft türkischer Arbeiter am Münchner Hauptbahnhof

Im „Wirtschaftswunderland” herrschte in den 1950er- und frühen 1960er-Jahren großer Arbeitskräftemangel, den man mit der Anwerbung von Gastarbeitern – wie man sie lange Zeit nannte – bewältigen wollte. Das erste Anwerbeabkommen wurde 1955 mit Italien geschlossen, es folgten weitere, so 1961 mit der Türkei.

Felicitas Timpe, 1964

Ankunft türkischer Arbeiter am Münchner Hauptbahnhof. Felicitas Timpe, 1964 | © BSB/Bildarchiv (timp-016732)
© BSB/Bildarchiv (timp-016732)

Kontakt

Bayerische Staatsbibliothek
veranstaltungen@bsb-muenchen.de
Telefon:  +49 89 28638-2115/-2419

Alle Informationen zur Ausstellung vor Ort im Überblick

Wo SCHAUEN?Bayerische Staatsbibliothek
Ludwigstr. 16, 80539 München
U3/U6, Bus 58/68/153/154, Haltestelle Universität,
Bus 100/153, Haltestelle Von-der-Tann-Straße
Wann SCHAUEN?Wieder geöffnet und verlängert bis 31. Juli 2020

Bitte beachten Sie die geänderten Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag 9:00 – 17:00 Uhr
(samstags, sonntags und an Feiertagen geschlossen)
SCHAU an: Eintritt frei!
Aufgrund der Hygiene- und Abstandsregeln ist die Besucherzahl begrenzt.
Bitte haben Sie Verständnis für mögliche Wartezeiten.
SCHAU mit: Leider können wir aus Gesundheitsschutzgründen keine Führungen anbieten.
Hören und SCHAUEN:Kostenloser Audioguide in deutscher Sprache
Die Audioguides werden nach jeder Benutzung desinfiziert.
Gerne können Sie auch eigene Kopfhörer mitbringen.

Alle Audioguide-Dateien sind auch in der virtuellen Ausstellung anhörbar.
Virtuelle Ausstellung
SCHAUEN und Schützen:Bitte beachten Sie die allgemein bekannten Hygiene- und Verhaltensregeln vor Ort und denken Sie daran – in der Bayerischen Staatsbibliothek gilt Maskenpflicht!
NACHSCHAUEN:Begleitband, erschienen im Schirmer/Mosel Verlag,
in der Ausstellung erhältlich für 29,80 € | im Buchhandel für 49,80 €

Mit freundlicher Unterstützung der Förderer und Freunde der Bayerischen Staatsbibliothek e. V.
ANSCHAUEN:Virtuelle Ausstellung
SCHAU unter:www.muenchen-schau-her.de
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