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Long Covid – wenn der Gehirnnebel bleibt. Die gefährlichen Langzeitfolgen von Corona

8. November 2022, 19:00 Uhr
Prof. Dr. Martin Korte, Technische Universität Braunschweig und Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung
In der Reihe „Zur Sache ...“ – Autoren in der Staatsbibliothek

Prof. Dr. Martin Korte | © Foto: privat – Long Covid (Cover) | © Deutsche Verlags-Anstalt (DVA)

Prof. Dr. Martin Korte | © Foto: privat – Long Covid (Cover) | © Deutsche Verlags-Anstalt (DVA)

Reihe „Zur Sache ...“ – Autoren in der Staatsbibliothek

Zur Veranstaltung

Erschöpfung, Kurzatmigkeit, Geschmacksverlust, Gehirnnebel, Konzentrationsprobleme: Etwa zehn Prozent aller Corona-Patienten beklagen diese und ähnliche Symptome noch Monate nach der Infektion, selbst wenn die Krankheit milde verlaufen ist und die Betroffenen zuvor jung, gesund und leistungsstark waren. Neueste Studien zeigen zudem, dass eine Corona-Infektion auch zu einer beschleunigten Alterung des Gehirns führen kann. Das könnte bedeuten, dass die Zahl der Demenzerkrankungen in den nächsten Jahren erheblich steigt. Auch diese alarmierende Erkenntnis zeigt: Long Covid ist die neue Volkskrankheit – Ärztinnen und Ärzte und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler warnen vor den langfristigen Auswirkungen für die einzelnen Patientinnen und Patienten und die Gesellschaft als Ganzes.

In seinem neuen Buch erklärt Prof. Dr. Martin Korte, der am Helmholtz-Institut für Infektionsforschung und an der TU Braunschweig selbst zu Long Covid forscht, wie eine Virusinfektion im Körper zu Schädigungen im Gehirn führen kann und welche lebenslangen Erkrankungen Menschen aller Altersgruppen dadurch erleiden können. Darüber hinaus gibt er viele konkrete Hinweise, wie man die Risiken für Long Covid minimiert, welche Therapien für die Patienten möglich sind und was man selbst dafür tun kann, um seine körperliche und geistige Fitness wiederzuerlangen.

Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Deutschen Verlagsanstalt (DVA) statt.

Moderation: N. N.

Zur Person

Martin Korte ist Professor für Neurobiologie an der TU Braunschweig, Arbeitsgruppenleiter am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung Braunschweig und gehört zu den bekanntesten Hirnforschern in Deutschland. Er untersucht die zellulären Grundlagen von Lernen, Gedächtnis und Vergessen ebenso wie die Interaktion von Immunsystem und Nervensystem im Kontext der Alzheimer-Krankheit. Mit seiner Arbeitsgruppe konnte er als einer der Ersten zeigen, dass virusbedingte Atemwegserkrankungen durch eine Überaktivierung des Immunsystems zu langfristigen Konsequenzen im Gehirn führen. Aktuell forscht er an Long Covid. Martin Korte ist ein viel gefragter Experte in den Medien und einem größeren Publikum durch seine Auftritte im Fernsehen und als Vortragsredner bekannt.

Zur Reihe

„Zur Sache ...“ – Autoren in der Staatsbibliothek ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Bayerischen Staatsbibliothek mit Münchner Verlagen und mit freundlicher Unterstützung der Förderer und Freunde der Bayerischen Staatsbibliothek und der Buchhandlung Lehmkuhl.

Informationen im Überblick

Termin8. November 2022, 19:00 Uhr
OrtBayerische Staatsbibliothek, Fürstensaal, 1. OG
Ludwigstr. 16, 80539 München
VerkehrsverbindungU3/U6, Bus 58/68/153/154, Haltestelle Universität
Bus 100/153, Haltestelle Von-der-Tann-Straße
AnmeldungAnmeldung erbeten unter
veranstaltungen@bsb-muenchen.de oder telefonisch +49 89 28638-2115

Reservierte Plätze müssen bis spätestens 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn eingenommen werden.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Bayerischen Staatsbibliothek verwendet werden.
EintrittDer Eintritt ist frei.
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