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„Ich sehne mich nach reiner Luft in der Kunst”. Ermanno Wolf-Ferrari (1876 – 1948) – Die frühen Jahre

15. November 2022 – 30. März 2023
In der Reihe „Musikschätze“

Ermanno Wolf-Ferrari, um 1906 | © BSB/Bildarchiv

Ermanno Wolf-Ferrari, um 1906 | © BSB/Bildarchiv

Zum Hintergrund

„Kunst soll Glück bringen: Sie soll dort anfangen, wo alles Leid aufhört oder durch Überlegenheit gebändigt ist. Ich sehne mich nach reiner Luft in der Kunst ...” Als Ermanno Wolf-Ferrari 1909 dieses „Credo” in einem Brief an Engelbert Humperdinck formulierte, gehörte er bereits zu den weltweit erfolgreichsten und meistgespielten Komponisten. Der in Venedig geborene Wolf-Ferrari (1876 – 1948) lebte viele Jahre in München und im Münchner Umland. Viele Werke, darunter die bekannten Opern „Die neugierigen Frauen”, „Die vier Grobiane” sowie „Susannens Geheimnis” wurden in München uraufgeführt.

Zur Kabinettpräsentation

Die Bayerische Staatsbibliothek verfügt über eine beeindruckende Sammlung zu Ermanno Wolf-Ferrari, darunter Musikhandschriften und Briefe aus dem Nachlass des Komponisten, historisches Aufführungsmaterial der Bayerischen Staatsoper, Fotografien aus dem Bildarchiv, Theaterzettel u. v. a.

In einer Präsentation im Flur der Musikabteilung wird vom 15. November 2022 bis 30. März 2023 eine Auswahl von Faksimiles aus diesen Beständen gezeigt, soweit sie sich auf die frühen Schaffensjahre des Komponisten beziehen. Thematisiert werden Wolf-Ferraris Kindheit in Venedig und die Studienzeit in München, die frühesten Kammermusikwerke und Lieder, die Oratorien „Talitha Kumi” und „La vita nuova”, zudem die Münchner Opernaufführungen bis zum Einschnitt des Ersten Weltkriegs, der auch eine Zäsur im Leben des Komponisten darstellte.

 

OrtBayerische Staatsbibliothek
Vor dem Lesesaal Musik/Karten/Bilder  (1. OG)
Öffnungszeiten15. November 2022 – 30. März 2023
Montag – Freitag   9:00 – 17:00 Uhr  
(vom 24. Dezember 2022 bis 8. januar 2023 und am 21. Februar 2023 geschlossen)
EintrittDer Eintritt ist frei.
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