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Die Bayerische Staatsbibliothek hat eine Poesiehandschrift des persischen Dichters Ahli Shirazi (1454 – 1535) neu erworben. Wir wissen nur wenig über ihn: Er lebte zurückgezogen und war vermutlich arm. Luxuriös hingegen ist die Ausstattung der vorliegenden Gedichtsammlung.

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Zauberrollen zur Bekämpfung von Dämonen

Die Bayerische Staatsbibliothek hat 2016 neun äthiopische Pergament-Handschriften in Ge’ez, der alten Literatursprache, die heute noch als Liturgiesprache der äthiopischen Christen dient, erworben. Inhaltlich handelt es sich um Psalmen und liturgische Texte.

Zeugnisse der Volksreligion sind vier, von Priestern hergestellte Zauberrollen, die zur Bekämpfung von Krankheitsdämonen eingesetzt wurden. Ihre Länge soll der Körpergröße des Kranken entsprechen. Da die Bayerische Staatsbibliothek bereits über 50 Zauberrollen besitzt, war dieser Ankauf eine wertvolle Erweiterung der Sammlung.

Die Bayerische Staatsbibliothek besitzt über 180 äthiopische Handschriften. Die älteste im deutschsprachigen Raum nachgewiesene äthiopische Handschrift ist ein Psalter (Cod.aethiop. 1), der aus der Bibliothek Johann Jakob Fuggers stammt und zum Gründungsbestand gehört.

Weiterführende Informationen zur äthiopischen Sammlung

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