Projekte

Fachinformationsdienst Musikwissenschaft (Musiconn)

(Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft)

Im Februar 2014 startete in der Bayerischen Staatsbibliothek das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte und zunächst auf drei Jahre angelegte Projekt „Fachinformationsdienst (FID) Musikwissenschaft“. Das neue DFG-Förderprogramm „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“ löst die bisher von der DFG geförderten Sondersammelgebiete ab. In der zu Beginn des Jahres 2017 angelaufenen zweiten Förderphase des Fachinformationsdiensts Musikwissenschaft ist die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) als Projektpartner hinzugestoßen. Weiterführende Informationen zum Projekt „Fachinformationsdienst Musikwissenschaft“, für das im Januar 2018 der Name „Musiconn“ eingeführt wurde, sind auf folgender Webseite zu finden:

Projektseite zum „Fachinformationsdienst Musikwissenschaft“

Wunschbuch

Sie haben einen speziellen Anschaffungswunsch oder eine Empfehlung für uns? Im Rahmen des FID-Profils nehmen wir gerne Ihre Wünsche und Hinweise zu Bestandslücken, wissenschaftsrelevanten Webinhalten und Forschungstrends entgegen und prüfen, ob wir sie in unser Angebot aufnehmen können.

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Virtuelle Fachbibliothek Musikwissenschaft

(Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft)

Die Virtuelle Fachbibliothek Musikwissenschaft (ViFaMusik), das zentrale Informationsportal für Musik und Musikwissenschaft, bietet Ihnen einen weitreichenden und schnellen Zugang zu wissenschaftlicher Recherche sowie zu einem reichhaltigen Angebot an Fachinformationen und Internetressourcen. Mit einer einzigen Suchanfrage recherchieren Sie gleichzeitig in einer Vielzahl von Nachweisinstrumenten und Datenbanken, die neben bibliographischen Daten auch Volltexte sowie Angaben zu Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern umfassen.

Virtuelle Fachbibliothek Musikwissenschaft

Aktuelle Informationen zur ViFaMusik erhalten Sie im ViFaMusik-Blog und im ViFaMusik-Twitteraccount.

ViFaMusik-Blog
ViFaMusik-Twitteraccount

Internationales Quellenlexikon der Musik (RISM)

(Förderung: Union der deutschen Akademien der Wissenschaften)

Im Rahmen einer Kooperation zwischen der Bayerischen Staatsbibliothek, der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz und dem RISM wurde an der Bayerischen Staatsbibliothek der RISM-OPAC entwickelt, der einen kostenfreien Zugriff auf ca. 1 Million Datensätze ermöglicht. Sie finden dort vor allem historische handschriftliche Noten (die Mehrzahl entstanden vor 1800). Diese Originale können Sie in den angegebenen Bibliotheken, Musikarchiven oder Privatsammlungen einsehen, oft auch Reproduktionen herstellen lassen.

Répertoire International des Sources Musicale (RISM-OPAC)

Die Beschreibung der Quellen wird von verschiedenen nationalen und internationalen Stellen vorgenommen und finanziert. Nähere Informationen finden Sie auf der Website des RISM International.

Website des RISM International

Die RISM-Arbeitsgruppe Deutschland unterhält zwei Arbeitsstellen. Für das Gebiet der „alten Bundesländer“ ist die Arbeitsstelle, seit 1953 in München an der Bayerischen Staatsbibliothek angesiedelt, zuständig, für die „neuen Bundesländer“ die Dresdener Arbeitsstelle mit Sitz an der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden. Die Titelaufnahmen werden von den Arbeitsstellen zur Weiterverarbeitung an die RISM-Zentralredaktion in Frankfurt übermittelt.

RISM-Arbeitsgruppe Deutschland

RIdIM Deutschland

(Förderung: Union der deutschen Akademien der Wissenschaften)

Das „Répertoire International d'Iconographie Musicale“ (RIdIM) ist ein internationaler Verbund zur Verzeichnung und Erschließung von Musik- und Tanzdarstellungen im Bereich der bildenden Kunst und des Kunsthandwerks. Die deutsche RIdIM-Arbeitsstelle wurde 1979 an der Bayerischen Staatsbibliothek angesiedelt. Die Arbeit wird von Bund und Ländern über die Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften mit Sitz in Mainz finanziert.

Union der Deutschen Akademien der Wissenschaften

Katalogisiert werden vor allem Objekte aus größeren Museen, Sammlungen und Bibliotheken in Deutschland. Derzeit sind in der Münchner RIdIM Arbeitsstelle rund 17 000 Objekte in „RIdIM Deutschland: Datenbank zu Musik und Tanz in der Kunst“ erschlossen.

Répertoire International d'Iconographie Musicale
(RIdIM Deutschland: Datenbank zu Musik und Tanz in der Kunst)

Wasserzeichen in Musikhandschriften bis zum Ende des 17. Jahrhunderts

(Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft)

Die Musikbestände der Bayerischen Staatsbibliothek umfassen ein breites Spektrum an handschriftlichen Quellen bis zurück in die Zeit des Spätmittelalters. In einem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt werden die Wasserzeichen der ältesten Schicht der Musikhandschriften durch den Einsatz von Thermografietechnik digitalisiert und über die Online-Angebote der Bayerischen Staatsbibliothek kostenfrei bereitgestellt.

Zwei historische Bestandssegmente mit mehrstimmiger Musik werden dabei erfasst. Zum einen sind dies die 170 Chorbücher und Handschriften in chorbuchartiger Notierung, deren Großteil auf das Aufführungsmaterial der Münchner Hofkapelle des 16. Jahrhunderts zurückgeht. Zum anderen werden 70 handschriftliche Tabulaturen und Stimmbücher bearbeitet.

Projektdaten und weitere Informationen zum Projekt

Erschließung, Digitalisierung und Online-Präsentation des Historischen Archivs des Musikverlags Schott

(Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft)

Das Historische Archiv des in Mainz ansässigen Musikverlags B. Schott’s Söhne gilt nach Größe und Geschlossenheit unter den überlieferten Verlagsarchiven als einzigartig. Es wurde 2004 in das Länderverzeichnis national wertvoller Archive aufgenommen. Der besondere Wert dieses Archivs gründet in der sehr dichten Überlieferung sowohl der bei Schott seit dem späten 18. Jahrhundert (ab ca. 1770) bis etwa 1945 erschienenen Notendrucke und ihrer Quellen in mehreren Notenarchiven, wie auch in der geschlossenen Überlieferung der Geschäftsbücher (ab 1787) und der sehr umfangreich erhaltenen historischen Verlagskorrespondenz ab 1816, die zusammen das Geschäftsarchiv ausmachen.
Insgesamt acht Forschungseinrichtungen und Bibliotheken erwarben je nach ihrem Sammlungsschwerpunkt Teile des Gesamtarchivs zu einzelnen herausragenden Komponisten. Zwei dieser Institutionen, die Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz (SBB) und die Bayerische Staatsbibliothek (BSB), erwarben jedoch nahezu geschlossene, sehr umfangreiche Segmente des Verlagsarchivs. Eine Beschreibung der Schott-Bestände und der Projektinhalte in der Staatsbibliothek zu Berlin findet sich auf den Webseiten der Musikabteilung mit Mendelssohn-Archiv.

Beschreibung der Schott-Bestände und der Projektinhalte in der Staatsbibliothek zu Berlin

Um eine homogene Erschließung und eine virtuelle Zusammenführung der räumlich getrennten Bestände in einem institutionenübergreifenden „Schott-Portal“ zu ermöglichen, stellten die Staatsbibliothek zu Berlin und die Bayerische Staatsbibliothek gemeinsam einen Förderantrag auf Erschließung und Digitalisierung der erworbenen Bestände und die Entwicklung eines Portals bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der im Dezember 2016 bewilligt wurde. Aus rechtlichen, aber auch aus konservatorischen Gründen können bestimmte Segmente des Verlagsarchivs lediglich verzeichnet oder erschlossen, jedoch noch nicht digitalisiert werden. Eine detaillierte Übersicht über die von der Bayerischen Staatsbibliothek erworbenen Archivteile, ihre Standorte in der Bayerischen Staatsbibliothek und die damit verbundenen Arbeitsvorhaben findet sich auf der Überblicksseite zu den laufenden Projekten der Bayerischen Staatsbibliothek.

Projektdaten, Projektbeschreibung und Arbeitsvorhaben an der Bayerischen Staatsbibliothek

Handschriftliche Opernpartituren des 18. Jahrhunderts

(Förderung: Deutsche Forschungsgemeinschaft)

Im 18. Jahrhundert war der Münchner kurfürstliche Hof neben Wien, Berlin, Dresden, Mannheim und Stuttgart eines der wichtigsten Zentren der europäischen Opernpflege nördlich der Alpen.
Die handschriftlichen Opernpartituren des 18. Jahrhunderts der Bayerischen Staatsbibliothek, ein Bestand von mehr als 200 Werken in über 400 Bänden, werden ab Februar 2017 in einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt über 3 Jahre online katalogisiert, digitalisiert und im Internet bereitgestellt.

Digitale Sammlungen: Die handschriftlichen Opernpartituren des 18. Jahrhunderts der Bayerischen Staatsbibliothek

Sammlung Deutscher Drucke

Im Rahmen der „Sammlung Deutscher Drucke“ erwirbt die Bayerische Staatsbibliothek schwerpunktmäßig im deutschen Sprachbereich erschienene Drucke von 1450 bis 1600 und Notendrucke bis 1800. Die Bayerische Staatsbibliothek trägt damit die Verantwortung für den frühesten, längsten und kostspieligsten Zeitraum innerhalb des Projekts.

Weitere Informationen zur Kooperation „Sammlung Deutscher Drucke“

Musikbestände digital

Das digitale Angebot von urheberrechtsfreien Musikhandschriften, Notendrucken, Libretti und Literatur über Musik wird, ergänzend zu den jeweiligen Spezialprojekten, einerseits durch aktuelle Bestellungen, andererseits durch konservatorisch begründete Digitalisierungen der Bayerischen Staatsbibliothek laufend erweitert.

Digitale Sammlungen: Notendrucke, Musikhandschriften, Libretti und Literatur über Musik

Handschriftliche Tabulaturen und Stimmbücher

(Abgeschlossenes Projekt 2015 – 2018)

Die handschriftlichen Tabulaturen und Stimmbücher der Bayerischen Staatsbibliothek bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts sind neben den frühen Notendrucken und den Chorbüchern ein weiteres zentrales Segment aus der Musikaliensammlung der bayerischen Herzöge seit der Gründung der Hofbibliothek unter Wilhelm V. im Jahr 1558. Die frühesten Handschriften reichen dabei bis in das 15. Jahrhundert zurück.

Insgesamt umfasst die Sammlung 66 Signaturen und überliefert neben geistlichen Vokalwerken vor allem weltliche Gattungen wie Chansons, Lieder und Madrigale sowie Intavolierungen für Orgel und Laute.

In einem durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft geförderten Projekt werden die Musikhandschriften ab Dezember 2015 online erschlossen, digitalisiert und im Internet bereitgestellt.

Digitale Sammlungen: Handschriftliche Tabulaturen und Stimmbücher bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts
Musikwissenschaftliche Tagung im März 2018

https://www.youtube.com/watch?v=9MQI8SH8-AU
Video zum Digitalisierungsprojekt

Notendrucke des 16. und 17. Jahrhunderts mit mehrstimmiger Musik

(Abgeschlossenes Projekt 2011 – 2016)

Die Bayerische Staatsbibliothek besitzt mit circa 2 200 Notendrucken des 16. und 17. Jahrhunderts, die mehrstimmige vokale oder instrumentale Musik enthalten, einen der größten Bestände aus der Frühzeit des Notendrucks. Er fußt auf dem Gründungsbestand der Hofbibliothek der bayerischen Herzöge im 16. Jahrhundert und wurde in der Folgezeit kontinuierlich erweitert. Die Notendrucke sind in der internationalen Quellenbibliographie „Répertoire International des Sources Musicales“ (RISM) nachgewiesen.

Seit Februar 2012 werden sie innerhalb des DFG-Projektes „Die Notendrucke des 16. und 17. Jahrhunderts mit mehrstimmiger Musik in der BSB: Digitalisierung und Online-Bereitstellung“ einschließlich der Bindematerialien hochauflösend farbig digitalisiert und online frei zur Verfügung gestellt.

Digitale Sammlungen: Notendrucke des 16. und 17. Jahrhunderts mit mehrstimmiger Musik in der BSB

Chorbücher und Handschriften in chorbuchartiger Notierung

(Abgeschlossenes Projekt 2012 – 2015)

Die Chorbücher der Bayerischen Staatsbibliothek, eine weltweit bedeutende Sammlung von 165 Handschriften mit mehrstimmiger Musik vor allem aus dem 16. und 17. Jahrhundert, wurden von 2012 bis 2015 in einem von der DFG geförderten Projekt über drei Jahre online katalogisiert, digitalisiert und im Internet bereitgestellt.

Digitale Sammlungen: Chorbücher und Handschriften in chorbuchartiger Notierung
Virtuelle Ausstellung: Für Auge und Ohr – Die Chorbücher der Bayerischen Staatsbibliothek

Libretto-Sammlung Her und weitere Libretti

(Abgeschlossenes Projekt 2010 – 2013)

Die Sammlung von circa 5 700 Libretti, die 1860 durch die damalige Hof- und Staatsbibliothek vom Maler und Privatier Christian Her (1815 – 1892) erworben werden konnte, gehört zu den größten Libretto-Sammlungen weltweit. Sie bildet in ihrer Geschlossenheit eine einmalige Quellenbasis für die Geschichte der Oper, Literatur und der Kultur in den deutschsprachigen Ländern vom 17. bis 19. Jahrhundert. Neben circa 4 900 Operntextbüchern (darunter u. a. das Libretto der Uraufführung von Mozarts „Idomeneo“) umfasst die Sammlung auch mehr als 430 Oratorien- sowie rund 350 Ballettlibretti.

Von 2010 bis 2013 wurde der Bestand nach nationalen und internationalen Richtlinien katalogisiert und komplett digitalisiert. Die Bereitstellung der Metadaten und Digitalisate erfolgt im Rahmen der Digitalen Sammlungen, des Online-Katalogs der Bayerischen Staatsbibliothek, des Online-Katalogs des Bayerischen Bibliotheksverbundes, der Virtuellen Fachbibliothek Musikwissenschaft sowie eines eigenen speziellen Webauftritts, dem Libretto-Portal, bei dem zusätzlich circa 1 500 Libretti des Deutschen Historischen Instituts in Rom durchsuchbar sind.

Libretto-Portal

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