Fachinformationsdienst

Der Fachinformationsdienst Geschichtswissenschaft

Seit 2016 fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) für das Fach Geschichtswissenschaft einen „Fachinformationsdienst für die Wissenschaft“, der von der Bayerischen Staatsbibliothek und dem Deutschen Museum in München – Letzteres verantwortlich für die Subdisziplin Technikgeschichte – betreut wird. Von 1949 bis 2015 war die Bayerische Staatsbibliothek Sondersammelgebietsbibliothek für die deutsche Geschichtswissenschaft. Sie ist die größte geschichtswissenschaftliche Bibliothek in Deutschland.

In engem Dialog mit Historikerinnen und Historikern baut der Fachinformationsdienst Geschichtswissenschaft ein digitales Informationsangebot zum gesamten Spektrum der Geschichtswissenschaft auf, das ergänzend zur Grundversorgung an universitären und anderen wissenschaftlichen Bibliotheken optimale Voraussetzungen für die historische Forschung in Deutschland schaffen soll.

Weitere Informationen zum Fachinformationsdienst Geschichtswissenschaft
DFG-Förderprogramm „Fachinformationsdienste für die Wissenschaft“

Erwerbung und Erschließungsservices

Im Rahmen des Fachinformationsdienstes erwirbt die Bayerische Staatsbibliothek jährlich rund 15 000 Monographien und Sammelbände sowie mehrere tausend Zeitschriftenbände und vielfältige elektronische Medien zum geschichtswissenschaftlichen Themenspektrum mit regionalem Fokus auf Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich, Italien, Spanien und Portugal. Die gesamte Literatur wird nach den gängigen bibliothekarischen Standards formal und sachlich erschlossen. Als ein besonderer Service werden seit 2006 Inhaltsverzeichnisse und Abstracts digital zur Verfügung gestellt. Sie ermöglichen nicht nur einen „ersten Blick ins Buch“; sie werden auch bei der Recherche berücksichtigt und bieten damit weitere systematische Sucheinstiege.

Neuerwerbungsdienst

Die Bayerische Staatsbibliothek erwirbt monatlich mehr als 1 000 geschichtswissenschaftliche Publikationen. Diese Neuerwerbungen werden in einem eigenen Informationssystem angezeigt. In diesem sind sie systematisch nach Ländern, Sachgebieten und Epochen sowie auch nach Autoren, Titelstichwörtern und Schlagwörtern recherchierbar. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, ein individuelles Profil zu definieren und zur Grundlage eines E-Mail-Abonnements zu machen.

Neuerwerbungen Geschichte

Wunschbuch

Sie haben einen speziellen Anschaffungswunsch oder eine Empfehlung für uns? Im Rahmen des FID-Profils nehmen wir gerne Ihre Wünsche und Hinweise zu Bestandslücken, wissenschaftsrelevanten Webinhalten und Forschungstrends entgegen und prüfen, ob wir sie in unser Angebot aufnehmen bzw. wie wir Ihnen die gewünschten Ressourcen zugänglich machen können.
Sollten Sie für Ihre Forschungszwecke an der Digitalisierung einzelner Monographien interessiert sein, die zwischen 1913 und 1965 in Deutschland publiziert wurden, so können Sie uns gerne entsprechende Hinweise zukommen lassen. Wir werden dann prüfen, ob die Titel vergriffen sind und sich für eine digitale Bereitstellung eignen.

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(E-Book-)Fernleihe

Zu den Kernaufgaben des Fachinformationsdienstes gehört die deutschlandweite Bereitstellung der erworbenen Forschungsliteratur. Dieser Service wird bereits intensiv genutzt: Zehntausende geschichtsrelevante Monographien und Aufsätze schickt die Bayerische Staatsbibliothek jährlich in die nationale Fernleihe. Auch Aufsätze aus elektronischen Zeitschriften sowie einzelne E-Books werden per Fernleihe zur Verfügung gestellt – der Service soll ab 2017 noch ausgeweitet werden.

FID-Lizenzen

Für den Spitzenbedarf der deutschen Geschichtsforschung erwirbt der Fachinformationsdienst Geschichtswissenschaft Lizenzen für einen standortunabhängigen Zugriff auf kostenpflichtige digitale Ressourcen wie Datenbanken, elektronische Zeitschriften und E-Books. Im Fokus stehen umfangreiche Volltextarchive.

Lizenzierte Angebote und Nutzungsbedingungen

Deutsche Historische Bibliografie

Als einen besonderen Rechercheservice entwickelt die Bayerische Staatsbibliothek im Rahmen des Fachinformationsdienstes und in Zusammenarbeit mit der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften, dem Institut für Zeitgeschichte und dem Deutschen Museum die „Deutsche Historische Bibliografie“ (DHB). Die Auswahl und Auswertung der Literatur erfolgt durch ein Netzwerk erschließender Bibliotheken. Daneben baut die „Deutsche Historische Bibliografie“ auf die Nachnutzung der Metadaten von Bibliotheksverbünden, Verlagen und Forschungseinrichtungen. Zusätzlich können Forscherinnen und Forscher Titelnachweise über ein Selbstmeldetool ergänzen und sich so aktiv an der Entwicklung des Datenbestandes beteiligen. Der Online-Gang einer Beta-Version ist für Herbst 2017 geplant.

Fachportal historicum.net

Das in der geschichtswissenschaftlichen Fachcommunity seit 2001 etablierte Portal historicum.net stellt zukünftig die zentrale Plattform des Fachinformationsdienstes Geschichtswissenschaft mit seinen vielfältigen digitalen Angeboten und Diensten dar. Der Fachinformationsdienst bereitet für Anfang 2018 einen technischen und inhaltlichen Relaunch vor. Bereits seit dem 15. Mai 2017 steht Ihnen innerhalb von historicum.net das Suchportal „Europäische Geschichte (beta)“ zur Verfügung. Es löst das bisherige Recherche- und Zugangsportal „Chronicon“ ab und bietet einen optimierten Sucheinstieg für Ihre datenbankübergreifende geschichtswissenschaftliche Literaturrecherche.

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Europäische Geschichte (beta)

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