Fotoarchiv Ernst Liesching

Biogramm und Fotoarchiv

Ernst Liesching, 1918 | © BSB/Bildarchiv
Ernst Liesching, 1918 | © BSB/Bildarchiv

Der aus Stuttgart stammende Diplomingenieur Ernst Liesching (1882 – 1965) dokumentierte seinen Einsatz als Offizier bei der Telegrafentruppe im 1. Weltkrieg fotografisch. Nach seinem Kriegseinsatz leitete er von 1919 bis 1931 die Gas-, Wasser- und Elektrizitätswerke der Stadt Gelsenkirchen und war anschließend als Geschäftsführer eines Fachverbands tätig.

 

Von September 1915 bis Februar 1916 nahm Liesching am Serbienfeldzug teil. Er war bei der „Schweren Funkenstation” Nr. 37 eingesetzt, einer Nachrichtentruppe, die das Vorrücken der 11. Armee gegen Serbien begleitete und über Fernmeldeanlagen das Übermitteln von Nachrichten innerhalb der Armee sicherstellte.

 

Zwei Fotoalben dokumentieren seinen Aufenthalt in Ungarn, Serbien und Nordmazedonien. Die Bilder zeigen Alltagsszenen, Menschen sowie Städte und Dörfer.

 

Album I  (digitalisiertes Fotoalbum):
Serbien und Macedonien zwischen September 1915 und Februar 1916
Album II  (digitalisiertes Fotoalbum):
Serbien zwischen September 1915 und Februar 1916

 

Von Herbst 1916 bis September 1918 diente Liesching an der Mesopotamienfront, einem Nebenkriegsschauplatz im 1. Weltkrieg. Er leitete die Station 4 der „Kaiserlich deutschen Funkerabteilung 151”, die der 6. Türkischen Armee zugeteilt war und am Standort des Oberkommandos der 6. Armee in Bagdad stationiert war. Knapp 50 Fotos stammen aus Konstantinopel. Liesching verbrachte dort mehrere Wochen auf der Durchreise und dokumentierte Gebäude und Straßenszenen. Etwa 190 Bilder wurden im Irak aufgenommen, wo Liesching fast zwei Jahre stationiert war. Die Fotos  zeigen die Errichtung einer Funkstation durch deutsche und türkische Soldaten, Offiziere in ihrer Freizeit sowie die einheimische Bevölkerung.

 

Das Archiv umfasst zwei Fotoalben mit 209 bzw. 158 eingeklebten Fotografien sowie 288 Einzelaufnahmen (Negative, Dias und Abzüge). Es wurde im Jahr 2005 aus Familienbesitz übernommen.

 

Die Katalogisierung und Digitalisierung sind abgeschlossen.

 

Recherche im  ► Bildarchiv

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