Lesesaal Handschriften und Alte Drucke

Lesesaal Handschriften und Alte Drucke | © BSB/H.-R. Schulz
Lesesaal Handschriften und Alte Drucke | © BSB/H.-R. Schulz

Öffnungszeiten
Lesesaal Handschriften und Alte Drucke

Montag – Freitag09:00 – 17:00 Uhr

Kontakt Lesesaal Handschriften und Alte Drucke

Telefon+49 89 28638-2263
Online-AuskunftOnlineformular


Der Auftrag, die herausragenden Kulturgüter besonders zu schützen und künftigen Generationen zu erhalten, bestimmt die Benutzung in der Gegenwart. Deshalb können die in der Abteilung Handschriften und Alte Drucke verwalteten Bestände ausschließlich im Lesesaal der Abteilung benutzt werden.

Der Lesesaal bietet eine Handbibliothek mit derzeit etwa 48 000 Bänden und 70 speziell für die Benutzung von Altbeständen ausgestattete Arbeitsplätze.

Handbibliothek

Die Handbibliothek umfasst circa 48 000 Bände, darunter 150 laufende Zeitschriften, 5 100 Handschriftenkataloge, 550 Inkunabelkataloge, 2 400 Faksimiles und 2 000 Antiquariatskataloge. Darüber hinaus beinhaltet der Handbestand mehr als 2 200 Mikrofilme und zahlreiche Mikrofiches zu Handschriften, die nicht in der Bayerischen Staatsbibliothek verwahrt werden. Es stehen auch zahlreiche Fotoalben mit Bildmaterial aus dem Handschriftenbestand der Abteilung zur Verfügung. Neuzugänge in den Bestand der Handbibliothek werden regelmäßig auf einem gesonderten Tisch präsentiert.

Die Bestände der Handbibliothek sind im OPACplus/BSB-Katalog nachgewiesen (Standortkennzeichen: Hbh).

OPACplus/BSB-Katalog (Hbh)

Die Bände der Handbibliothek sind nach Sachgebieten aufgestellt. Wenn erforderlich, sind die Sachgebiete weiter untergliedert nach Länder-, Orts- und/oder Personenalphabet. So sind z. B. die Handschriftenkataloge (E) geographisch nach Ortsalphabet (Ea – Ez) geordnet. Die Literatur zu gedruckten Büchern ist noch nicht systematisch gegliedert. Sie befindet sich gesammelt unter der Signatur „Zw“ mit laufender Nummer hinter der Lesesaaltheke und muss mit gelbem Leihschein bestellt werden.

Systematik der Handbibliothek

AAllgemeine Lexika
BBuch- und Bibliothekswesen
CBavarica
DBayerische Staatsbibliothek
EHandschriftenkataloge
FHandschriftenkunde und Historische Hilfswissenschaften
GSchriftgeschichte
HKunstgeschichte und Ikonographie mit Bezug zur Buchmalerei
JBuchmalerei und Handzeichnungen
KFaksimileausgaben und Monographien zu einzelnen mittelalterlichen Handschriften
LMediävistik
MTheologie allgemein und Biblia
NGriechische, lateinische, christlich-orientalische theologische und philosophische Texte und dazugehörige Untersuchungen
OHagiographie, Heortologie, Liturgik und Musik
PLiteratur
QNachlässe und Autographen
RAutographenfaksimiles
SPapyrologie und Ostraka
TInkunabelkataloge
VKatalog zu Druckwerken
XEinbandkunde
YAntiquariats- und Lagerkataloge
Zw(= U und W) Buchdruck, Inkunabelkunde, Buchillustration, Druckgraphik, Exlibris, Libri Selecti etc. (noch keine Systematik vorhanden, nach laufender Nummer im Magazin hinter der Lesesaaltheke aufgestellt)

Ausleihe in den Lesesaal

Die Bestände der Abteilung Handschriften und Alte Drucke können voraussichtlich mit Beginn des Jahres 2017 größtenteils über den OPACplus bestellt werden. Bis dahin und in bestimmten Fällen (insbesondere bei Nachlass-Materialien) wird auch noch die konventionelle Bestellung mit Leihschein möglich sein. In beiden Fällen ist auf eine korrekte Schreibweise der Signaturen zu achten.

Übersicht zur Schreibweise der Signaturen  (PDF, 41 KB)

Für die Online-Bestellung ist ein eigener Benutzerausweis der Abteilung (Benutzergruppe 88) nötig, der im Lesesaal ausgestellt bzw. bei Bedarf verlängert wird.

Die Bereitstellungsfrist beträgt in der Regel einen Tag, eine Vorbestellung wird empfohlen.

Besondere Objekte wie z. B. Tresorhandschriften, die wertvollsten Drucke und Stücke in bedenklichem Erhaltungszustand sind in der Regel nur über fotografische Wiedergaben zu benutzen. Bei Nachlässen können Sperrfristen sowie der Erhaltungszustand der Materialien eine Einschränkung der Benutzbarkeit verursachen.

Darüber hinaus können im Lesesaal Handschriften und Alte Drucke auch Bücher aus den allgemeinen Magazinen bereitgestellt werden, insbesondere der Altbestand von 1500 bis 1840. Diese Bestände können ebenfalls bequem über den OPACplus/BSB-Katalog ermittelt und bestellt werden. Ein eigener Ausweis der Abteilung Handschriften und Alte Drucke ist hierfür nicht notwendig. Die Bereitstellungszeit liegt hier bei ca. 2 Tagen.

OPACplus/BSB-Katalog

Rechercheinstrumente

Annähernd der gesamte Druckschriftenbestand sowie der überwiegende Teil der Handschriften ist elektronisch erschlossen und entweder im OPACplus/BSB-Katalog oder in eigenen Datenbanken verzeichnet.

OPACplus/BSB-Katalog

Für einen Großteil der Handschriften existieren gedruckte Kataloge, die in zunehmendem Maße digitalisiert und online angeboten werden. Für Teile des Bestandes wurden bzw. werden noch hand- oder maschinenschriftliche Findbücher (Repertorien) und Karteien geführt. Diese können an der Information bzw. im Lesesaal eingesehen werden.

Die wichtigsten Repertorien (Findbücher) und Karteien:

  • Fachbezogene Repertorien für sämtliche Handschriftenfächer (nach Sprachen sortiert) – geführt bis 2008; seitdem Erfassung direkt im bayerischen Verbundkatalog
  • Ältere Sonderrepertorien und -kataloge, z. B. Codices Bavarici, Codices iconographici etc.
    BSB-CodIcon Online  (Codices iconographici)
  • Entsprechende Verfasser- und Sachregister für Handschriften in Karteikartenform – geführt bis 2008
  • Initien-, Schreiber- und Vorbesitzerverzeichnisse für einen Teil der Handschriften (nach Schmeller)
  • Ausführliche Repertorien für einen Teil der Nachlässe
  • Alphabetischer Katalog für die Autographen (Absender- und Adressatenkartei, diese und insbesondere die Katalogisate seit 1992 sind über Kalliope recherchierbar.)
    Kalliope
  • Die Kartei der Editionen und der Sekundärliteratur zu den von der Abteilung verwalteten Handschriften- und in geringerem Maße Druckschriftenbeständen wird seit 2003/2004 nicht mehr weitergeführt und ist somit veraltet. Zu benutzen ist die Forschungsdokumentation daher ausschließlich als aktuell gehaltene Datenbank.
    Forschungsdokumentation Handschriften
  • Fotoarchiv der Handschriftenabteilung (Nachweis der vorhandenen Mikrofilme [Clm (PDF, 250 KB) | Cgm (PDF, 188 KB) | Cod.graec. (PDF, 44 KB) | Cod.icon. (PDF, 12 KB) | sonstige europäische Handschriften (PDF, 17 KB) | orientalische und ostasiatische Handschriften (PDF, 42 KB) | handschriftliche Kataloge und Codices simulati (PDF, 12 KB) | Nachlässe (PDF, 224 KB)]), Planfilme, Ektachrome und Kleinbilddias), Übersicht über die Sammlung an Fotoalben (PDF, 97 KB)
  • Kartei von Einbandbeschreibungen, die die Bestände der Einbandsammlung und bemerkenswerte Einbände in anderen Fächern berücksichtigt (Besitzkennzeichen, Buchbinder, künstlerische Techniken u. a.)
    Einbanddatenbank
  • Alphabetischer Katalog nach Eignernamen für die Exlibrissammlung

Hinweise für die Benutzung

  • Der Lesesaal ist videoüberwacht.
  • Im gesamten Bereich des Lesesaals darf nur mit Bleistiften geschrieben werden.
  • Aus den Regalen der Galerie entnommene Medieneinheiten sollen nicht selbst zurückgestellt, sondern in ein zu diesem Zweck besonders gekennzeichnetes Fach gelegt werden.

Kurz-Hinweise zur Benutzung  (PDF, 214 KB)
Ausführliche Hinweise zur Benutzung  (PDF, 127 KB)

Informationsstelle

Für Ihre Fragen steht Ihnen eine bibliothekarische Fachauskunft zur Verfügung. Bei ausführlicheren wissenschaftlichen Fragen empfiehlt sich eine vorherige Terminvereinbarung.

Technische Ausstattung

  • WLAN-Zugang   (WLAN-Informationen)
  • Internetarbeitsplätze
  • Mikrofilm- und Mikrofichelesegeräte
  • PC mit Disketten- und CD-ROM-Laufwerk

Scandienste

Scannen und Drucken

Das eigene Anfertigen von Digitalfotos aus Handschriften und wertvollen alten Drucken ist grundsätzlich nicht erlaubt. Zulässig ist es hingegen, Digitalisate aus dem Freihandbestand der Handbibliothek (Hbh – mit Ausnahme der Faksimiles) und aus Büchern des allgemeinen Magazins selbstständig zu erstellen. Hierführ steht Ihnen an der Eingangskontrolle zum Lesesaal ein Buchaufsicht-Scanner zur Verfügung. Die Digitalisate können entweder auf einem mitgebrachten USB-Stick gespeichert oder vor Ort in schwarz-weißer Qualität ausgedruckt werden.

Die detaillierten Informationen zu Angeboten und Preisen, weiteren Standorten, Servicezeiten, technischer Betreuung etc. finden Sie unter:
Scannen, Kopieren, Drucken

Digitalisierungsaufträge

Hochwertige und reproduktionsfähige Scans stellt im Haus die Digitalisierungs- und Fotostelle im Rahmen der Dokumentlieferung „Altes Buch“ her. Entsprechende Reproaufträge können Sie mit dem Programm ERaTo erstellen. Die Aufträge werden bei der Eingangskontrolle zum Lesesaal entgegengenommen.

Dokumentlieferung „Altes Buch“   (Leistungsumfang, Preise etc.)

Repro-Auftrag online erstellen über ERaTo

Ersatzweise ist es nach wie vor möglich, diese Aufträge schriftlich – konventionell per Post oder per E-Mail – zu erteilen.
Ein Reproduktionsauftrag kann abgelehnt werden, wenn diesem konservatorische oder rechtliche Gründe entgegenstehen.
Bitte teilen Sie uns in jedem Fall Ihre genaue Postanschrift mit, um unnötige Rückfragen zu vermeiden.

Preise

Die Preise entnehmen Sie bitte der Liste:
Entgelte für Vervielfältigungen

Die gegebenenfalls für eine Veröffentlichung (Reproduktion, Reprint etc.) zu entrichtenden Gebühren sind eigens geregelt.
Reproduktionsgebühren

Die Entgelte werden auf Grundlage von § 12 Abs. 2 und 3 der Allgemeinen Benützungsordnung der Bayerischen Staatlichen Bibliotheken (ABOB) vom 18. August 1993 (GVBl S. 635) erhoben. Die Entgeltordnung betrifft Vervielfältigungen, mit denen die Bayerische Staatsbibliothek beauftragt wird.
Allgemeine Benützungsordnung der Bayerischen Staatlichen Bibliotheken

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