Deutscher Metallarbeiter-Verband/Deutscher Holzarbeiter-Verband

Die IG Metall überließ der Bayerischen Staatsbibliothek am 23. Mai 2019 fünf Bücher aus dem Besitz des Deutschen Metallarbeiter-Verbandes und des Deutschen Holzarbeiter-Verbandes als Schenkung.

Der Deutsche Metallarbeiter-Verband hat sich 1891 gegründet. Zwei Jahre später folgte die Gründung des Deutschen Holzarbeiterverbandes. Beide Verbände waren dem Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund (ADGB) angeschlossen.  Mit der Zerschlagung der Gewerkschaften am 2. Mai 1933  fiel deren Vermögen an die Deutsche Arbeitsfront. Die Gewerkschaftsbibliotheken wurden beschlagnahmt, von der Deutschen Arbeitsfront übernommen oder an andere NS-Institutionen verteilt.

Drei der fünf Werke stammen aus der Bibliothek der ehemaligen NS-Ordensburg Sonthofen. Die Büchersammlung war von der amerikanischen Militärregierung beschlagnahmt und 1948 teilweise der Bayerischen Staatsbibliothek übergeben worden. Die beiden anderen Werke kamen 1949 und 1964 an das Haus.

Der Deutsche Metallarbeiter-Verband war die Vorläuferorganisation der am 1. September 1949 begründeten Industriegewerkschaft (IG) Metall. Die im gleichen Jahr gegründete Gewerkschaft Holz (GH), die als Nachfolgeorganisation des Deutschen Holzarbeiter-Verbandes gilt,  schloss sich im Jahr 2000 der IG Metall an.

Die Bände sind digitalisiert und über den OPACplus/BSB-Katalog mit Angaben zur Provenienz  zugänglich.

BSB-Provenienz: Metallarbeiter-Verband  (Anzeige im OPACplus/BSB-Katalog)
BSB-Provenienz: Holzarbeiter-Verband  (Anzeige im OPACplus/BSB-Katalog)

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