Über die Sammlung

© svort – fotolia.com
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Überblick

Die Bayerische Staatsbibliothek besitzt einen umfassenden Zeitungsbestand. Mit 5 250 nachgewiesenen Zeitungstiteln in der Zeitschriftendatenbank (ZDB) verfügt sie über die zweitgrößte Zeitungssammlung in Deutschland.

Die historische Sammlung

Insbesondere bayerische Zeitungen wurden seit den Anfängen im 17. Jahrhundert zahlreich gesammelt, nicht zuletzt durch die bis 1663 zurückreichende Tradition der Pflichtstückablieferung. Ein systematischer Bestandsaufbau im Bereich der Zeitungen wurde verstärkt seit den 1880er Jahren in Angriff genommen.

Inhaltliche Schwerpunkte

Neben der Erwerbung von Zeitungen mit überregionaler Bedeutung lassen sich folgende inhaltliche Schwerpunkte erkennen, die sich auch durch relativ viele unikale Titel auszeichnen:

  • Revolutionszeitungen aller politischen Richtungen (1848/49)
  • Parteizeitungen unterschiedlichster Couleur
  • Katholische Presse in Bayern
  • Verbands- und Vereinszeitungen
  • Humoristisch-satirische Blätter (v. a. 1850er bis 1920er Jahre)
  • Zeitungsbeilagen und Amtsblätter (bei letzteren mussten allerdings nicht unerhebliche Kriegsverluste verzeichnet werden)

Sämtliche Zeitungen und Amtsblätter der Bayerischen Staatsbibliothek, die vor 1945 erschienen sind, aber auch entsprechende Zeitungstitel der meisten sonstigen bayerischen Bibliotheken und Archive, wurden systematisch im Rahmen eines DFG-Projektes ermittelt und in der Zeitschriftendatenbank (ZDB) nachgewiesen.

Verschollene Zeitungen

Zeitungen und einzelne Zeitungsausgaben, die mit Sicherheit einmal erschienen sind, von denen heute aber kein einziges Exemplar mehr zu existieren scheint (sogenannte „Geistertitel“ oder „Verschollene Zeitungen“), sind dokumentiert und werden von der Bayerischen Staatsbibliothek weiterhin gesucht.

Verschollene Zeitungen 

Digitalisierte Zeitungen

Nicht wenige historische Zeitungen liegen bereits digitalisiert vor. So gab es mehrere Projekte, auch in Kooperation mit Archiven, die es ermöglichten, rund 25 bayerische Zeitungen digital bereit zu stellen, darunter zum Beispiel den Themenschwerpunkt „Bayerische Zeitungen 1848 – 1950“.

Bayerische Revolutionszeitungen

Urheberrechtsfreie Zeitungstitel der Bayerischen Staatsbibliothek sind in einem beträchtlichen Umfang im Rahmen der Public-private-Partnership mit Google digitalisiert worden (über 1 000 Zeitungstitel). Diese werden sukzessive über das Zeitungsportal der Bayerischen Staatsbibliothek „digiPress“ bereitgestellt.

digiPress

Laufende Zeitungen und elektronische Zeitungsangebote

Nach 1945 sind die bayerischen Zeitungen nahezu vollständig in der Bayerischen Staatsbibliothek vorhanden. Aktuell werden rund 250 bayerische Zeitungen als Pflichtexemplare dauerhaft archiviert.

Im Laufe der Jahre wurde das Erwerbungsprofil ausgeweitet und umfasste zunehmend auch wichtige Tageszeitungen des europäischen Auslandes, wenn möglich unterschiedlicher politischer Richtungen. Außerhalb des europäischen Raumes wurden ebenfalls punktuell wichtige Tageszeitungen erworben. Momentan sind mehr als 60 internationale und deutsche Zeitungen laufend als Druck- oder Mikrofilmausgaben abonniert.

Eine zunehmend größere Bedeutung erhalten die elektronischen Zeitungsangebote. Die Bayerische Staatsbibliothek hat teilweise elektronische Zeitungen einzeln lizenziert. Hierzu zählen z. B. die Süddeutsche Zeitung oder die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Der größte Teil der elektronischen Zeitungstitel ist über zwei umfassende Datenbanken abrufbar: Über Nexis mit mehreren tausend internationalen Zeitungen sowie über wiso, dessen Pressemodul mehr als 100 deutschsprachige Zeitungen im Volltext anbietet.

Nutzung und Service

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