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Die Chorbücher der Bayerischen Staatsbibliothek – ein Digitalisierungsprojekt

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Als der Münchner Hofmaler Hans Mielich in der Mitte des 16. Jahrhunderts vom bayerischen Herzog Albrecht V. beauftragt wurde, zwei monumentale Codices mit Musik zu gestalten, mündete diese Unternehmung nach Jahren detailreichster Arbeit in einem Gesamtkunstwerk von atemberaubender Schönheit.

Diese lange Zeit geheim gehaltenen Preziosen werden in der Bayerischen Staatsbibliothek unter der Signatur Mus.ms. A und B verwahrt und stellen die Krönung einer Gattung von Musikhandschriften dar, die in der Zeit des Herzogs allgegenwärtig war, in unseren Tagen jedoch fast vergessen ist: das Chorbuch. Die Bayerische Staatsbibliothek ist im Besitz von rund 170 Chorbuchhandschriften. Der Großteil dieser monumentalen Manuskripte stammt aus dem Besitz der bayerischen Herzöge des 16. und 17. Jahrhunderts.

Dieser Bestand wurde von 2013 bis 2016 in einem aufwendigen Projekt mit Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft digitalisiert und online katalogisiert. Darüber hinaus fördert die Ernst von Siemens Kunststiftung in einem 2016 noch fortdauernden Projekt die Restaurierung und Digitalisierung der beiden Spitzenstücke, der Mielich-Codices.

Der Kurzfilm zeigt, was Chorbücher sind und wie Restaurierung, Digitalisierung und Erschließung durchgeführt wurden.

https://www.youtube.com/watch?v=WK_O7z4wGIk
Projektfilm
https://www.youtube.com/watch?v=WybHfVA-_ZU
Animationen zu Mus.ms. B


Weiterführende Informationen:
Projektinformationen
Sammlung Musik

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