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(K)eine vergessene Münchnerin: Die Pianistin Sofie Menter und Franz Liszt

Kabinettpräsentation in der Reihe „Musikschätze“
2. Juli – 21. September 2018
Zum 100. Todestag der heute nahezu in Vergessenheit geratenen Pianistin Sofie Menter (1846 – 1918) zeigt die Musikabteilung der Bayerischen Staatsbibliothek eine Kabinettpräsentation, in der das Verhältnis Sofie Menters zu Franz Liszt im Mittelpunkt steht.

Bildelement des Plakats zur Kabinettpräsentation „(K)eine vergessene Münchnerin: Die Pianistin Sofie Menter und Franz Liszt“ | © BSB/Bildarchiv

Bildelement des Plakats zur Kabinettpräsentation „(K)eine vergessene Münchnerin: Die Pianistin Sofie Menter und Franz Liszt“ | © BSB/Bildarchiv

Dabei werden zahlreiche biographische Dokumente, musikalisches Quellenmaterial und einzig an der Bayerischen Staatsbibliothek überlieferte Notendrucke ihrer Kompositionen gezeigt. Die Präsentation wird durch attraktive Illustrationen ergänzt.

Die Münchner Pianistin, Komponistin und Klavierprofessorin Sofie Menter (1846 – 1918) zählte zu den herausragendsten Pianistinnen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie war auf Konzertreisen in ganz Europa erfolgreich und pflegte eine enge Verbindung zu Musikern wie Franz Liszt oder Peter Tschaikowsky. Von 1883 bis 1887 war sie Professorin am Konservatorium in St. Petersburg.

Eine besondere Verbindung hatte Sofie Menter zu Franz Liszt, dessen Werke sie häufig spielte und mit dem sie gemeinsam in Konzerten auftrat. Sein Klavierkonzert Nr. 1 Es-Dur war ihr Paradestück. Liszt sah Sofie Menter wegen ihrer großen Virtuosität als ideale Interpretin seiner anspruchsvollen Kompositionen an und plante sogar, ein eigenes Klavierkonzert für sie zu schreiben. Häufig wird Sofie Menter auch als Liszts Schülerin bezeichnet. Dies ist jedoch unzutreffend, da sie bereits fertig ausgebildet war, als sie sich 1869 bei einem Konzert in Wien kennen lernten.

Die Beziehung zwischen Menter und Liszt war jedoch nicht nur musikalischer Art. Aus der Verbindung ging auch eine gemeinsame Tochter hervor, deren Schicksal der Musikwissenschaft bisher unbekannt war.

Kontakt
Dr. Diemut Boehm
Abteilung Bestandsentwicklung und Erschließung 1
Telefon:  +49 89 28638-2138
diemut.boehm@bsb-muenchen.de

OrtBayerische Staatsbibliothek, Flurbereich des Lesesaals Musik, Karten und Bilder, 1. OG
Öffnungszeiten2. Juli – 21. September 2018
Montag – Freitag   9:00 – 17:00 Uhr  (an Feiertagen geschlossen)
EintrittDer Eintritt ist frei.
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