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Der Sound der Macht. Eine Kritik der dissonanten Herrschaft

23. Oktober 2018, 19:00 Uhr
In der Reihe „Zur Sache ..." – Autoren in der Staatsbibliothek spürt die Wissenschaftlerin, Politikexpertin und Autorin Astrid Séville dem Verfall der politischen Sprache nach.

Astrid Séville | © Christoph Mukherjee

Astrid Séville | © Christoph Mukherjee

Reihe „Zur Sache ...“ – Autoren in der Staatsbibliothek

Zur Veranstaltung

Die Bundeskanzlerin erklärt ihre Entscheidungen für alternativlos. Der Finanzminister fordert andere dazu auf, ihre Hausaufgaben zu machen, und gebetsmühlenartig versichern Politiker nach Wahlniederlagen, die Sorgen der Bürger künftig ernst zu nehmen. Das ist der Sound der Macht, den niemand mehr hören mag. Viel zu lange haben unsere Politiker mit ihren Phrasen notwendige gesellschaftliche Debatten über politische Zukunftsentwürfe schon im Keim erstickt. Das schlägt nun wie ein Bumerang auf sie zurück: Die Politikverdrossenheit ist einem wütenden Anreden gegen die Politik gewichen, einer toxischen Gegensprache, in der diffamiert, gehetzt und gelogen wird. Die etablierten Parteien reagieren hilflos auf diese Entwicklung. Sie wollen die Menschen wieder abholen, wo sie sind, und machen sich die Ressentiments ihrer populistischen Jäger selbst zu eigen. Die Politikwissenschaftlerin Astrid Séville plädiert in ihrem Buch für eine neue demokratische Streitkultur und fordert von unseren Abgeordneten den Mut, sich dem Verfall der politischen Sprache in Deutschland offensiv entgegenzustellen – notfalls auch mit der Konsequenz, abgewählt zu werden.

Zur Person

Astrid Séville ist Akademische Rätin a. Z. am Lehrstuhl für Politische Theorie der LMU München. 2016 erhielt sie für ihre Doktorarbeit den renommierten Deutschen Studienpreis. Sie ist Mitglied des Jungen Kollegs der Bayerischen Akademie der Wissenschaften und der Jungen Akademie Mainz.
Astrid Séville ist im öffentlich-rechtlichen Radio und Fernsehen regelmäßig als Politikexpertin gefragt.

Zur Reihe

„Zur Sache ...“ – Autoren in der Staatsbibliothek ist eine gemeinsame Veranstaltungsreihe der Bayerischen Staatsbibliothek, des Verlags C.H.Beck, der Deutschen Verlags-Anstalt (DVA), des Verlags Antje Kunstmann und des dtv Verlags mit freundlicher Unterstützung der Förderer und Freunde der Bayerischen Staatsbibliothek und der Buchhandlung Lehmkuhl.

Informationen im Überblick

Termin23. Oktober 2018, 19:00 Uhr
OrtBayerische Staatsbibliothek, Fürstensaal, 1. OG
Ludwigstr. 16, 80539 München
VerkehrsverbindungU3/U6, Bus 58/68/153/154, Haltestelle Universität
Bus 100/153, Haltestelle Von-der-Tann-Straße
AnmeldungAnmeldung erbeten unter
veranstaltungen@bsb-muenchen.de oder telefonisch +49 89 28638-2115

Reservierte Plätze müssen bis spätestens 15 Minuten vor Veranstaltungsbeginn eingenommen werden.

Mit der Teilnahme erklären Sie sich einverstanden, dass Sie gegebenenfalls auf Aufnahmen zu sehen sind, die im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit der Bayerischen Staatsbibliothek verwendet werden.
EintrittDer Eintritt ist frei.
FlyerVeranstaltungsflyer zum Download  (PDF, 1.82 MB)
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