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21 000 Bilder von Isolde Ohlbaum online. Bayerische Staatsbibliothek startet Bildportal für das fotografische Werk der Künstlerin

Die ersten 21 000 Bilder der Fotografin Isolde Ohlbaum sind bereits online – im neuen Bildportal der Bayerischen Staatsbibliothek. Die Fotografin Isolde Ohlbaum zählt zu den bekanntesten Chronistinnen des nationalen und internationalen literarischen und künstlerischen Lebens.

Peter Handke 2004 in Freistadt | © Isolde Ohlbaum/Bayerische Staatsbibliothek/Bildarchiv

Peter Handke 2004 in Freistadt | © Isolde Ohlbaum/Bayerische Staatsbibliothek/Bildarchiv

Günter Grass 1978 in Berlin | © Isolde Ohlbaum/Bayerische Staatsbibliothek/Bildarchiv

Günter Grass 1978 in Berlin | © Isolde Ohlbaum/Bayerische Staatsbibliothek/Bildarchiv

Isolde Ohlbaum, Selbstporträt | © Isolde Ohlbaum/Bayerische Staatsbibliothek/Bildarchiv

Isolde Ohlbaum, Selbstporträt | © Isolde Ohlbaum/Bayerische Staatsbibliothek/Bildarchiv

Sie ist seit den 1970er Jahren insbesondere auf Porträts von Schriftstellerinnen und Schriftstellern spezialisiert. Unter fotoarchiv-ohlbaum.bsb-muenchen.de können die Aufnahmen der Künstlerin ab sofort eingesehen, recherchiert und lizenziert werden.

Bei den Fotografien im Bildportal handelt es sich einerseits um digitalisierte Abzüge oder Negative, die Isolde Ohlbaum im Laufe der Jahre selbst digitalisiert hat. Andererseits sind digitale Aufnahmen enthalten, da Ohlbaum ab 2010 auf die digitale Fotografie umgestiegen ist. Die Aufnahmen entstanden zwischen 1975 und 2022. Sie zeigen deutsche und internationale Autorinnen und Autoren im Einzelporträt sowie bei Lesungen, Preisverleihungen oder Buchmessen. Darunter sind zahlreiche Nobelpreisträger und Nobelpreisträgerinnen zu finden, unter anderem Peter Handke, Herta Müller, Doris Lessing, Elfriede Jelinek, Heinrich Böll, Günter Grass und Imre Kertész. Verschiedene Städteaufnahmen, Bilder von Friedhöfen, Skulpturen und Blumen ergänzen die digitale Sammlung.

Die Recherche ist im Bildportal über die Volltextsuche sowie über Filter-Facetten möglich. Neben der abgebildeten Person kann nach Aufnahmejahr, Land, Ort, Sachbegriffen, Institutionen, Veranstaltungen, Farbe oder Ausrichtung des Fotos gefiltert werden.

Die Bayerische Staatsbibliothek erwirbt bis Ende 2025 sukzessive das gesamte fotografische Werk Ohlbaums, bestehend aus Schwarzweißnegativen, Farbdias, Abzügen und Bilddateien. Zum Archiv zählen zudem ausgewählte Korrespondenzen mit bedeutenden Personen des literarischen und kulturellen Lebens, die Isolde Ohlbaum porträtiert hat.

Der Übergang des Archivs in die Bayerische Staatsbibliothek erfolgt in vier Tranchen bis Ende 2025. Nach der ersten und zweiten Übergabe verwahrt die Bayerische Staatsbibliothek aktuell neben den 21 000 digitalen Bildern des Bildportals ca. 176 000 analoge Fotografien. Das Bildportal wird kontinuierlich erweitert.

Dr. Klaus Ceynowa, Generaldirektor der Bayerischen Staatsbibliothek: „Mit dem Launch des Bildportals machen wir nun eines der europaweit bedeutendsten zeitgeschichtlichen Fotoarchive nutzbar und verhelfen dem einzigartigen Werk von Isolde Ohlbaum zu weltweiter Sichtbarkeit.”

Bildportal des Fotoarchiv Ohlbaum
https://fotoarchiv-ohlbaum.bsb-muenchen.de

Zum Bildarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek
Das Bildarchiv der Bayerischen Staatsbibliothek umfasst über 19 Millionen vorwiegend dokumentarische Aufnahmen mit zeitgeschichtlichem Schwerpunkt. Es handelt sich um das größte Bildarchiv in öffentlicher Hand in Deutschland. Den Hauptfonds macht das 2019 übernommene Fotoarchiv des Magazins stern mit mehr als 15 Millionen Bildern aus. Das Bildarchiv wird in Auswahl schrittweise digitalisiert.
Sammlungen > Fotoarchive

Pressemitteilung zum Download  (PDF, 119 KB)

Kontakt

Dr. Cornelia Jahn
Bayerische Staatsbibliothek
Abteilung Karten und Bilder
Ludwigstr. 16, 80539 München
Telefon  +49 89 28638-2287
cornelia.jahn@bsb-muenchen.de

Ulrike Rehusch
D/Kommunikation
Telefon  +49 89 28638-2057
presse@bsb-muenchen.de

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