Schnellzugriff


Bereichsmenü

Lateinische Handschriften
Codex aureus, Clm 14000, Vorderdeckel
Lateinische Handschriften
 
Der Bestand an lateinischen Handschriften (Codices latini monacenses – Clm) ist mit gut 17.000 Stücken der zahlenmäßig umfangreichste und neben dem der deutschen Handschriften auch der bedeutsamste. Die  Ordnung der Handschriften und die damit verbundene Signaturen-Abfolge geht auf die Arbeit des Bibliothekars Johann Andreas Schmeller zurück
 
Herausragende Stücke des Bestands sind – um nur einige wenige zu nennen – das aus dem 6. Jahrhundert stammende Breviarium Alarici (Clm 22501), ein Purpur-Evangeliar aus dem ersten Viertel des 9. Jahrhunderts (Clm 23631), der in der Hofschule Karls des Kahlen um 870 entstandene Codex aureus von St. Emmeram (Clm 14000), das Evangeliar Kaiser Ottos III. aus der Zeit um 1000 (Clm 4453) sowie das nur wenig später entstandene Perikopenbuch Kaiser Heinrichs II. (Clm 4452) und das für ihn hergestellte Sakramentar (Clm 4456); des weiteren der um 1025 entstandene Uta-Codex (Clm 13601), Fragmente des um 1050 in meist leoninischen Hexametern verfassten Romans Ruodlieb (Clm 19486), das Scheyerer Matutinalbuch (Clm 17401), die weltberühmte Handschrift der Carmina Burana (Clm 4660) oder – als Beispiel für eine neuzeitliche lateinische Handschrift – das sog. Gebetbuch Kurfürst Maximilians I. von Bayern (Clm 23640).
Besonders erwähnenswert sind neben den  drei Reichenauer Handschriften auch die  sechs lateinischen (und zwei griechischen) Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek, die aufgrund ihrer ehemaligen Zugehörigkeit zur Bibliotheca Corviniana in das  Weltdokumentenerbe der UNESCO aufgenommen wurden.