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Codices Iconographici
Paul Hector Mair: De arte athletica, Cod.icon 393(2, fol. 139v/140r
Codices inconographici
 
„Codices iconographici – d.h. Bilderhandschriften mit keinem oder bloß erklärendem Text“ bezeichnen einen Handschriften-Fonds der Bayerischen Staatsbibliothek, der unter J.A. Schmeller im 19. Jh. vereint aufgestellt und in einem handschriftlichen Repertorium beschrieben wurde. Mit Nachträgen der Neuzugänge wurde dieses Nachweisinstrument bis 2002 handschriftlich fortgeschrieben. Der Bestand umfaßt derzeit knapp 550 Objekte.
 
Die Codices, Rollen und Einzelblätter enthalten Sach-Illustrationen zu Botanik, Zoologie, Geographie, Baukunst, Maschinen und Kriegsgeräten, Kostümen, Heraldik und anderem, teils ohne ästhetischen Anspruch, teils prachtvoll repräsentativ. Als kunsthistorisch bedeutend zu nennen sind Werke von Hans Mielich, Hans Burgkmair d.Ä., Sebastiano Serlio, Joachim Sandrart, August Johann Rösel von Rosenhof, Friedrich Ludwig Sckell, Friedrich Gärtner und anderen Architekten unter König Ludwig I. von Bayern, dem Kinderbuchillustrator Herbert Pothorn und vielen weiteren. Entstanden sind sie in Deutschland, Italien, Frankreich und anderen europäischen Ländern zwischen dem 15. und dem 20. Jahrhundert; der Schwerpunkt liegt auf dem 16. bis 18. Jahrhundert.