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Abendländische Handschriften
Furtmeyr-Bibel,
Cgm 8010 a, fol. 2r
Abendländische Handschriften
 
Die Sammlung der abendländischen Handschriften aus der Zeit vom 6. bis zum 20. Jahrhundert umfasst gegenwärtig rund 37.000 Codices, darunter u.a. 17.000 lateinische, 10.700 deutsche, 1000 französische, 940 italienische, 650 griechische, 145 spanische und portugiesische sowie 100 slawische; hinzu kommen mehr als 3.200 mittelalterliche, von ihren Trägerbänden abgelöste Fragmente, mehr als 520 Bilderhandschriften (Codices Iconographici), ein kleiner Teil der Musikhandschriften, mehr als 1800 handschriftliche Bibliothekskataloge und einen großen Bestand an gedruckten Büchern mit handschriftlichen Bemerkungen namentlich bekannter Personen (Libri impressi cum notis manuscriptis).
 
Hauptbestandteile des Fonds bilden zum einen die Handschriften der beiden wittelsbachischen Fürstenbibliotheken in München und Mannheim, zum anderen jene aus ehemals geistlichem  Besitz. So stammen aus Mannheim rund 1.100 Codices, unter ihnen die meisten und wertvollsten französischen Handschriften. Aus altbayerischen Klöstern kam reicher Zuwachs; an der Spitze steht Tegernsee mit 1.680 Handschriften, gefolgt von Benediktbeuern mit 600, den Dombibliotheken von Freising (400 Codices), Passau und Salzburg sowie Beständen aus der Reichsstadt Regensburg mit der städtischen und mehreren Klosterbibliotheken, voran St. Emmeram mit 1.110 Handschriften. Die unterschiedlichen Provenienzen der Handschriften sind dank der Ordnung Schmellers noch heute  weitgehend an den Signaturen ablesbar.