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Gutenberg-Bibel
2 Inc.s.a. 197-1 [Gen c.1]
2 Inc.s.a. 197-1
2 Bände,  324 und 319 Blätter, Mainz vor 1456
Provenienz: Klosterbibliothek Andechs
 
Aus einem Brief des Enea Silvio Piccolomini, des späteren Papstes Pius II. , der als kaiserlicher Rat am Reichstag von Frankfurt teilgenommen hatte und dabei Probeseiten des ersten Bibeldrucks gesehen hatte, erfahren wir, dass der Bibeldruck 1454 schon weit fortgeschritten war. 1455 war die Auflage von 158 oder 180 Exemplaren fast vollständig verkauft. Als Textgrundlage des Meisterwerks aus der Offizin von Gutenberg diente eine Handschrift des Pariser Standardtexts der lateinischen Vulgata. Ein Teil der Ausgabe wurde auf Pergament gedruckt, der größere Teil auf dem preiswerteren Papier. Gutenberg hatte sich nach längerem Überlegen für eine Zahl von 42 Zeilen pro Seite entschieden. Sie gab der Bibel die Bezeichnung die „zweiundvierzigzeilige Bibel“.  
 
 
Fächer: Ethik , Geschichte, Kunst, Religionslehre
 
Literatur:
  • Thesaurus librorum. 425 Jahre Bayerische Staatsbibliothek. Ausstellungskatalog der Bayerischen Staatsbibliothek. Wiesbaden 1983;
  • Lebendiges Büchererbe. Säkularisation, Mediatisierung und die Bayerische Staatsbibliothek. Ausstellungskatalog der Bayerischen Staatsbibliothek. München 2003