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Slawische Handschriften
Serbischer Psalter, Cod.slav. 4, fol. 116v/117r
Slawische Handschriften
 
Der in durchgehender Signaturenfolge aufgestellte Bestand der Codices slavici (Cod.slav.) umfasst über 100 slawische Handschriften des 14. bis 20. Jahrhunderts. Der Anteil an liturgischen Handschriften ist hoch, darunter als Cimelien der älteste illuminierte  serbische Psalter aus dem späten 14. Jahrhundert (Cod.slav. 4) und ein bulgarisches Evangeliar aus dem Jahr 1492 (Cod.slav. 1).
 
Zu den in diesem Handschriftenfach vertretenen Sprachen gehören russisch-kirchenslawisch (u.a. Cod.slav. 21-28, 31, 33, 36), serbisch-kirchenslawisch, russisch (u.a. Cod.slav. 13), bulgarisch, polnisch (u.a. Cod.slav. 2, 10, 34) und tschechisch (u.a. Cod.slav. 3, 10-12, 15, 17, 30, 35).
 
Einer der herausragendsten slawischen Texte in der Bayerischen Staatsbibliothek ist Bestandteil einer ansonsten lateinischen Handschrift: die unter dem Namen  Freisinger Denkmäler (Clm 6426) bekannten und für die Mission bestimmten Texte stellen nicht nur die mit Abstand frühesten Zeugnisse des Slowenischen, sondern auch die einer slawischen Sprache in lateinischer Schrift überhaupt dar. Für das slowenische Volk sind sie somit gewissermaßen ein Nationalheiligtum in der Fremde.
 
Ein Großteil des Altbestands stammt aus den Münchener und Mannheimer Hofbibliotheken sowie der Klosterbibliothek Polling; bei den Signaturen ab Cod.slav. 17 handelt es sich um Erwerbungen seit 1928.