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Virtuelle Ausstellung: Konstruierte Sprachen (3)
Philosophisch begründete Sprachen
1668 erschien in London An Essay towards a Real Character, and a Philosophical Language [Versuch der Entwicklung einer universell einsetzbaren Schrift und einer auf philosophischen Grundlagen basierenden Sprache]. Mit dieser Publikation verband der im gleichen Jahr zum Bischof von Chester berufene Autor John Wilkins (1614-1672) drei Hoffnungen.


John Wilkins (1614-1672)
Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel / Bildarchiv


Die darin vorgestellte philosophische Universalsprache sollte den weltweiten Handel fördern, den internationalen Wissensaustausch erleichtern und Unklarheiten auf religiösem Gebiet beseitigen helfen.

Wilkins' Erwartungen erfüllten sich nicht. Gleichwohl blieb sein Werk nicht wirkungslos. So geht man davon aus, dass seine Klassifikationssysteme zur Entwicklung einer wissenschaftlichen Nomenklatur im Bereich der Biologie (Tiere und Pflanzen) einen wesentlichen Anstoß gegeben haben. Der Idee, den Wortschatz einer Sprache nach semantischen Feldern zu strukturieren, folgte Peter Mark Roget in seinem Thesaurus of English words and phrases [Thesaurus englischer Wörter und Sätze], der 1852 in London erschien. Mit diesem wollte Roget es den Menschen erleichtern, Ideen passend in Worte kleiden zu können.

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