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Valerius Maximus: Facta et dicta memorabilia
Clm 14072, fol. 1r
Clm 14072
(Buch I – II,4,1), Papier, 63 Blätter,
Anfang des 16. Jahrhunderts
 
Valerius Maximus (1. Hälfte des 1. Jahrhunderts n. Chr.) stammte aus armen Verhältnissen. Er widmete die neun Bücher seiner „Denkwürdigen Taten und Aussprüche“ – von einem reichen Gönner gefördert – dem Kaiser Tiberius. Die nach sachlichen Gesichtspunkten (Religion, Tapferkeit, Menschlichkeit, Glück, Freundschaft u.a.) nicht immer konsequent zusammengestellte Sammlung erfreute sich erst in der Spätantike größerer Beliebtheit. Für einen hohen Bekanntheitsgrad im Mittelalter und im Humanismus sprechen die etwa 350 erhaltenen vollständigen Handschriften, die Kommentare und die Übersetzungen ins Italienische, Französische und Katalanische. Nicht zuletzt entnahm ihnen das Mittelalter und die frühe Renaissance ein anekdotisch strukturiertes Antikenbild.
Die in Textura und Kursive von mehreren Händen gefertigte Handschrift hat an den Kapitelanfängen 2-3zeilige rote und blaue Lombarden. Text: 1r: „Urbis Romae exterarumque gencium facta simul ac dicta memoratu digna“.
 
 
Fächer: Geschichte, Latein
 
Literatur:
  • Halm, Karl (Hsg.): Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Regiae Monacensis. Bd. IV. Catalogus codicum latinorum. Teil II: Clm 11001-15028. München 1876;
  • Weileder, Andreas: Valerius Maximus. München 1998