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Serbischer Psalter
Cod.slav. 4, fol. 116v
Cod.slav. 4
Papier, 231 Blatt, Serbien, Ende des 14. Jahrhunderts,
Herkunft: Benediktinerkloster Stl. Emmeram in Regensburg
 
Die Handschrift, die als Hauptwerk der Buchmalerei aus dem mittelalterlichen Serbien gilt, wurde vermutlich für den serbischen Fürsten Lazar, der auf dem Amselfeld gegen die Türken 1389 den Tod fand, oder für seinen Sohn Stefan Lazarevic geschaffen.
 
Die Einzigartigkeit der Handschrift liegt in den 148 häufig ganzseitigen Miniaturen, die deutlich von der Ikonographie der Kirchenmalerei Serbiens beeinflusst sind. Die Sprache des Psalters ist das Kirchenslawische serbischer Redaktion, die Schrift eine alte kyrillische Unziale. Die rot eingetragenen Bildlegenden tragen deutlich mehr volkssprachliche Züge, sie sind in einer Halbunziale geschrieben.
 
Die Abbildung zeigt die Verklärung Christi. Auf zerklüfteten Bergen steht Christus in der Mandorla, neben ihm verehren Mose und Elias den Herrn.
 
Fächer: Geschichte, Kunst
 
Literatur:
  • Lebendiges Büchererbe. Säkularisation, Mediatisierung und die Bayerische Staatsbibliothek. Ausstellungskatalog der Bayerischen Staatsbibliothek. München 2003