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Nibelungenlied
Cgm 34, fol.11r
Cgm 34
(Leithandschrift A), alpenländischer Raum,
Pergament, 60 Blätter,
Anfang des letzten Viertels des 13. Jahrhunderts
 
Die Münchener Nibelungen-Handschrift A stellt ein einfaches Gebrauchsbuch dar. Die starken Benutzungsspuren lassen auf einen häufigen Gebrauch schließen. Aus älteren, nur mündlich überlieferten Sagen erhielt das Nibelungenlied um 1200 eine erste schriftliche Fassung durch einen unbekannten Dichter. Dieser arbeitete vermutlich am Hof des Passauer Bischofs Wolfger von Erla. Der historische Kern der Dichtung ist der Untergang der Burgunder. Das ganze Sagengut reicht letztlich in die Völkerwanderungszeit zurück.
Das Lied ist in elf vollständigen Handschriften und 23 Fragmenten überliefert. Von den drei vollständigen Texten stellt die Münchener Handschrift die kürzeste dar. Zwei Hauptschreiber zeichneten in vereinfachten gotischen Buchschriften den Text Platz sparend auf. Seinen sprachlichen Besonderheiten nach zu schließen ist die Dichtung im alpenländischen Raum geschrieben worden. Die Bayerische Staatsbibliothek erhielt die Handschrift 1810 im Tausch gegen Inkunabeldubletten.
 
 
Fächer: Deutsch, Geschichte
Literatur:
  • Die deutschen Pergament-Handschriften Nr. 1-200 der Staatsbibliothek in München, beschrieben von Erich Petzet. München 1920;
  • 400 Jahre Bayerische Staatsbibliothek. Ausstellungskatalog der Bayerischen Staatsbibliothek. München 1958;
  • Treasures of the Bavarian State Library. Ausstellungskatalog der Bayerischen Staatsbibliothek. München 1970;
  • Thesaurus librorum, 425 Jahre Bayerische Staatsbibliothek. Ausstellungskatalog der Bayerischen Staatsbibliothek. Wiesbaden 1983;
  • Zwölf Jahrhunderte Literatur in Bayern. Ausstellungskatalog der Bayerischen Staatsbibliothek. München 1975;
  • Deutsche Literatur des Mittelalters. Ausstellungskatalog der Bayerischen Staatsbibliothek. München 2003