Der im späten 19. Jahrhundert von England ausgegangenen Erneuerung der Buchkultur öffnete sich die Bibliothek früh mit der Einrichtung eines eigenen Faches "Libri selecti". Es nahm fortan auch Erzeugnisse deutscher Handpressen sowie mit Originalgraphik illustrierte Bücher und limitierte Editionen auf. Seit den siebziger Jahren wurde das Erwerbungsprogramm auf das experimentelle Künstlerbuch ausgeweitet.
Diesen jetzt fast 9.000 Drucken moderner Bibliophilie wurde ab 1958 das große französische Malerbuch des 20. Jahrhunderts zur Seite gestellt, dem später auch andere europäische sowie amerikanische Editionen folgten. Die repräsentative Sammlung umfasst derzeit 650 Bände aller wichtigen Stilrichtungen und bedeutenden Künstler. Auch Lücken bei der deutschen Buchkunst von Klinger bis Beckmann wurden geschlossen. Einbezogen wird auch die jüngste Entwicklung seit der amerikanischen und englischen Pop Art.

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