Lex Baiuvariorum
Clm 19415
Pergament, 305 Seiten,
Freising zur Zeit Bischof Hittos (811 – 836)
Die Lex Baiuvariorum ist die bedeutendste frühbayerische Geschichtsquelle. Der Text dokumentiert neben der Rechts- und Wirtschaftsgeschichte auch die Kultur- und Gesellschaftsgeschichte des agilolfingischen Bayern. Der Schwerpunkt liegt auf dem Strafrecht, das überwiegend Privat- und Fiskalbuße androht. Der im Bild gezeigte Prolog beginnt mit der Anrufung Christi und stellt dann beginnend mit Mose (primus omnium) die berühmten Gesetzgeber vor (In nomine domini nostri Locus legis Baioariorum). Es folgt dann eine Kurzfassung der abendländischen Rechtsgeschichte. Das kleine Format, die bescheidene Ausstattung und eine gut lesbare karolingische Minuskel kennzeichnen das Exemplar als Gebrauchshandbuch. Eine unumstrittene wissenschaftliche Ausgabe fehlt bis heute. Die Handschrift kam 1803 aus dem Kloster Tegernsee nach München.
Fächer: Geschichte, Latein, Sozialkunde
Literatur:
- Halm, Karl (Hsg.): Catalogus codicum manu scriptorum Bibliothecae Regiae Monacensis. Bd. IV. Catalogus codicum latinorum. Teil III: Clm 15121-21313. München 1878;
- 400 Jahre Bayerische Staatsbibliothek. Ausstellungskatalog der Bayerischen Staatsbibliothek. München 1958;
- Zwölf Jahrhunderte Literatur in Bayern. Ausstellungskatalog der Bayerischen Staatsbibliothek. München 1975;
- Lebendiges Büchererbe. Säkularisation, Mediatisierung und die Bayerische Staatsbibliothek. Ausstellungskatalog der Bayerischen Staatsbibliothek. München 2003



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