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Kurzinformation Farbmanagement / Farbprofile

Was ist Farbmanagement?
Farbmanagement ist ein standardisiertes Verfahren der Speicherung und Wiedergabe von Farbinformationen in der Digitalfotografie. Es sorgt dafür, dass eine Vorlage, die mit einem Scanner oder einer Kamera in Farbe aufgenommen wurde, bei der Ausgabe an einem Monitor oder Drucker "naturgetreu" wiedergegeben werden kann. Wenn während der Produktion alle Komponenten richtig zusammenarbeiten, weist die erzeugte Kopie unter ähnlichen Lichtbedingungen die gleiche Helligkeit und die gleiche Farbgebung auf wie das Original während der Aufnahme.
In der Praxis funktioniert Farbmanagement durch ein sogenanntes Farbprofil, das die Farbinformationen enthält und zusammen mit jeder Datei gespeichert wird. Bei der Ausgabe an einem Monitor oder Drucker werden die Informationen des Farbprofils durch Übersetzungstabellen in andere Farbräume umgewandelt, um die ursprünglichen Farbverhältnisse wiederzugeben.
 
Vier wichtige Regeln für den Umgang mit digitalen Bildern
  1. Qualitätsbeurteilung und Nachbearbeitung nur mit professionellen Grafikprogrammen
    Nur hochwertige Scanner oder Kameras und professionelle Grafikprogramme (z. B. Photoshop) unterstützen Farbmanagement, nicht aber einfachere, frei erhältliche Bildbetrachter wie z. B. IrfanView oder die "Windows Bild- und Faxanzeige". Das Bearbeiten und Speichern der Bilddateien mit Programmen ohne Farbmanagement führt zum Verlust der Farbprofile!
  2. Qualitätsbeurteilung und Nachbearbeitung nur mit kalibriertem Monitor
    Nur an einem kalibrierten Monitor mit Helligkeits- und Farbeinstellungen, die dem Umgebungslicht angepasst sind, lassen sich verlässliche Aussagen über die Qualität einer digitalen Aufnahme treffen! Unkalibrierte Monitore liefern unter Umständen einen völlig falschen Eindruck. Die Monitore an fast allen Bildschirmarbeitsplätzen in der BSB sind nicht kalibriert.
  3. Immer auch die aktuellen Lichtverhältnisse beachten
    Beim Vergleich vom Original mit der Bildschirmansicht oder mit einem Ausdruck ist immer der Einfluss des Umgebungslichts zu berücksichtigen. Die Lichtverhältnisse während des Scannens sind völlig andere als unter einer Schreibtischlampe oder unter Sonnenlicht.
  4. Einen kalibrierten Drucker und das richtige Papier verwenden
    Nur ein kalibrierter Drucker ist in der Lage, eine Kopie auszugeben, die dem Scan und der Originalvorlage optisch gleichkommt. Vor dem Ausdruck muss das System die im Farbprofil enthaltenen Informationen auslesen und in den Druckfarbraum übertragen. Es ist auch zu beachten, dass unterschiedliche Papiersorten Druckfarben unterschiedlich gut annehmen und Licht unterschiedlich reflektieren. Eine ungeeignete Papiersorte kann das Druckbild stark verfälschen.
Wollen Sie als Kunde ein Digitalisat bestellen?
Wir bieten unseren Kunden Digitalisate in folgenden zwei Qualitätsstufen an: Die Herstellung von Gebrauchsdigitalisaten erfolgt in der Regel in 150ppi-Auflösung, im JPG-Format und ohne enthaltenes Farbprofil. Bei qualitätiv hochwertigen reproduktionsfähigen Aufnahmen erfolgt die Herstellung als farbiges Digitalisat in 400ppi-Auflösung, im TIFF-Format und mit ICC-Farbprofil; zusätzlich dazu können hieraus Digitalisate in 256 Graustufen hergestellt werden. Zuvor werden die Dateien aber in den sRGB-Farbraum konvertiert, so dass die Farbgebung erhalten bleibt. Ist eine Reproduktion vorgesehen, so bitten wir Sie, dies bereits bei Ihrem Auftrag mitzuteilen. Nur so kann sichergestellt werden dass Digitalisate geliefert werden, die allen drucktechnischen Anforderungen genügen.