Johannes Tauler: Predigten
Cgm 260
221 Blätter,
Tegernsee 1488
Tegernsee 1488
Die Tauler-Predigten wurden im Augustiner-Chorherrenstift Rebdorf bei Eichstätt als Handschriften für den Tagesgebrauch aufbewahrt. Das Kloster Tegernsee lieh diesen Codex (den „Großen Tauler“ und den „Kleinen Tauler“) aus und fertigte im Jahre 1458 Abschriften davon an. Diese Abschrift kam 1803 an die Hofbibliothek nach München.
Johannes Tauler (um 1300–1361) wirkte in seiner Heimatstadt Strassburg als Seelsorger und charismatischer Prediger. Inhalte seiner Predigten waren die christliche Lebensführung und vor allem Themen der Mystik. Die etwa 80 authentischen Sermone sind von ihm selbst autorisierte Lese- und Vorlesepredigten. Im 15. Jahrhundert lag das Corpus in verschiedenen Redaktionen vor, unter anderem in der Sammlung „Großer“- und „Kleiner Tauler“. Die außerordentlich beliebte Sammlung wurde 1498 gedruckt.
Die Seite 1r (Dyse predig) zeigt ein Beispiel einer farbigen Blattwerkinitiale.
Fächer: Deutsch, Geschichte, Religionslehre
Literatur:
- Die deutschen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München: Cgm 201-350, neu beschrieben von Karin Schneider. Wiesbaden 1970;
- Deutsche Literatur des Mittelalters. Ausstellungskatalog der Bayerischen Staatsbibliothek. München 2003



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