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Johannes Hartlieb: Alexander
Cgm 581, fol. 19v
Cgm 581
Papier, 159 Blätter, Augsburg 1455
 
Johannes Hartlieb war seit 1440 am Münchner Hof Albrechts III. Leibarzt („doctor der erczney“). Daneben wirkte er als politischer Berater, Diplomat und Verfasser von Sachtexten und literarischen Werken. Die Erzählung, die historisches, geographisches und naturkundliches Wissen vermittelt – offenbar ein Wunsch des höfischen Publikums – will am Beispiel eines vorbildlichen Herrschers fürstliche Qualitäten vermitteln.
Der Text ist in 18 Handschriften überliefert. Bis 1670 erschienen 18 gedruckte Ausgaben
Die Illustrationen sind das Werk Hector Mülichs, eines Augsburger Ratsherrn und Verfassers einer Stadtchronik. Er erlaubte sich die Freiheit, die Geschichte Alexanders nach Augsburg zu verlegen und benutzte deshalb Stadtansichten als Motiv seiner Zeichnungen, so u.a. den Marktplatz und das Rathaus.
 
Der Codex kam im 16. Jahrhundert als Teil der Bibliothek Mülichs in den Besitz Jakob Fuggers. Diese Büchersammlung wurde 1571 für die Münchener Hofbibliothek angekauft. 
 
Fächer: Biologie, Deutsch, Geographie, Geschichte
 
Literatur:
  • Zwölf Jahrhunderte Literatur in Bayern. Ausstellungskatalog der Bayerischen Staatsbibliothek. München 1975;
  • Die deutschen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München: Cgm 501-690, neu beschrieben von Karin Schneider. Wiesbaden 1978;
  • Deutsche Literatur des Mittelalters. Ausstellungskatalog der Bayerischen Staatsbibliothek. München 2003