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Italienischsprachige Handschriften
Vitruv: De architectura, Cod.ital. 37, fol 59r
Italienischsprachige Handschriften
 
Die Codices italici (Cod.ital.) 1-849 umfassen knapp 940 Bände aus dem 15. bis 19. Jahrhundert. Sie stellen eine reiche Quelle zur Geschichte Italiens und insbesondere des Papsttums im 16. bis 18. Jahrhundert dar. Besonders erwähnenswert sind eine für Raffael gefertigte Übersetzung von Virtruvs De architectura ins Italienische mit Notizen und Korrekturen von der Hand Raffaels (Cod.ital. 37) und eine Petrarca-Handschrift der Frammenti e triomphi, die 1414 in Bologna entstanden ist (Cod.ital. 81).
 
Die Aufstellung des Bestands erfolgte in grobsystematischer Gliederung: Folio-Formate finden sich von Cod.ital. 1 bis 231, bis Cod.ital. 359 stehen dann zumeist Quart- und bis Cod.ital. 380 Oktavbände, die Signaturengruppe der Cod.ital. 381-394 und 408-417 weist einen Bezug zu Bayern auf. Die Signaturen der Cod.ital. 435-452 finden sich heute im Bereich der Codices iconographici (Cod.icon.), die darauffolgenden Signaturen umfassen unterschiedliche Formate in wechselnder Abfolge.
 
Teilbestände wurden dabei manchmal auch zu Provenienzen zusammengefasst. Hierzu gehören insbesondere die Hofbibliotheken von München (darin u.a. Handschriften aus dem Besitz der Kurfürstin Adelheid von Savoyen, Cod.ital. 38-43, 309, 310), Mannheim und Passau sowie die Bibliothek der Theatiner in München (u.a. 44, 308, 311) und die Klosterbibliothek von Polling (u.a. 81-97, 325-327), des weiteren die Sammlungen des Petrus Victorius (148-251), des Étienne Quatremère (482-486, 500) und König Ottos von Griechenland (633-644). Unter den jüngeren Erwerbungen befindet sich ein großer Bestand aus der Bibliothek des Thomas Phillipps (zurückgehend auf die Bibliotheken Colonna, Falconieri, Guilford).

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