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Hugo von Trimberg: Der Renner
Cgm 7375 fol. 2r
Cgm 7375
Papier, 117 Blätter, Bayern, Mitte 15. Jahrhundert
 
Hugo von Trimberg vermittelt in dieser Handschrift in sprunghafter Weise – daher der Titel – lateinische Texte an ein deutsches Publikum „ler ich frauwen und man“. Er bot eine umfassende Wissenssumme, „das umfangreichste Lehrgedicht des Mittelalters“, die sich nicht nur auf die sieben Freien Künste stützte, sondern auch praxisnahe Unterweisung einbezog. An die detaillierte Darstellung der sieben Hauptsünden schließen sich eine allgemeine Sittenlehre und eine Mahnung zur Buße an. Hugo vollendete das Werk als alter Mann im Jahre 1300.
 
Die über 60 erhaltenen Handschriften zeugen von einer weiten Verbreitung des Werkes, dessen Wirkung bis in die Neuzeit nachweisbar ist.
Der Münchener Codex wurde von einem einzigen Schreiber in regelmäßiger Bastarda angelegt. Die Schreibsprache ist bairisch. Die Handschrift überliefert aber nur 5291 der eigentlich 24611 Verse. Der Zyklus der Zeichnungen ist insgesamt anspruchslos, gelegentlich flüchtig und ungeschickt.
 
Seit 1466 gehörte das Werk dem Grafen Wilhelm von Oettingen. Aus dem Besitz dieser Familie kam es 1934 an die Bayerische Staatsbibliothek.
 
 
Fächer: Deutsch, Geschichte, Religionslehre
 
Literatur:
  • Repertorium der deutschen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek. Bd. 7: Cgm 5155-7385.
  • Deutsche Literatur des Mittelalters. Ausstellungskatalog der Bayerischen Staatsbibliothek. München 2003