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Hartmann Schedel: Liederbuch
Cgm 810, fol. 153v
Cgm 810
Papier, 172 Blätter,
Leipzig und Nürnberg 1459 - 1467
 
Von dem Nürnberger Arzt und Humanisten Hartmann Schedel wurde dieser liber musicalis in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts während seiner Studienjahre in Leipzig angelegt. Das Werk war für den persönlichen Gebrauch bestimmt, daher ist es in einer sehr kleinen Bastarda geschrieben und recht schmucklos gestaltet. Der uneinheitliche Charakter der Schrift zeigt, dass die Lieder über einen längeren Zeitraum gesammelt wurden. Der Grundstock der Sammlung umfasst etwa 126 Lieder, in deutscher, lateinischer und französischer Sprache. Liebeslieder überwiegen. Fast zwei Drittel dieser Texte kennen wir nur aus dieser Handschrift. Über den Verkauf der Fuggerschen Bibliothek kam das Werk 1571 in die Münchner Hofbibliothek.
 
Fächer: Musik
 
Literatur:
  • Zwölf Jahrhunderte Literatur in Bayern. Katalog der Bayerischen Staatsbibliothek. München 1975;
  • Wackernagel, Bettina (Hsg.): Das Liederbuch des Dr. Hartmann Schedel. Faksimile. Kassel u.a. 1978;
  • Die deutschen Handschriften der Bayerischen Staatsbibliothek München: Cgm 691-867, neu beschrieben von Karin Schneider. Wiesbaden 1984;
  • Deutsche Literatur des Mittelalters. Ausstellungskatalog der Bayerischen Staatsbibliothek. München 2003