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Griechische Handschriften
Thukydides: Geschichte des Peloponnesischen Krieges, Cod.graec. 430, fol. 54r
Griechische Handschriften
 
Die griechischen Handschriften (Codices graeci – Cod.graec. – 1-645) sind überwiegend theologischen Inhalts, aber auch die meisten klassischen Autoren sind vertreten. Sie entstanden zwischen dem 10. und 19. Jahrhundert, viele stammen aus byzantinischer Zeit, vor der Eroberung Konstantinopels im Jahre 1453.
 
Herausragende Stücke des Bestands sind u.a. eine aus dem 10. oder 11. Jahrhundert stammende Abschrift der Geschichte des Peloponnesischen Krieges von Thukydides (Cod.graec. 430) und die für die Demosthenes-Überlieferung sehr bedeutsame Handschrift Cod.graec. 85.
 
Der Bestand gliedert sich in fünf Teile:
  1. Die Signaturen Cod.graec. 1-320 beinhalten Handschriften aus verschiedenen größeren und kleineren Sammlungen, erworben bis spätestens 1783, darunter 186 aus der Bibliothek Johann Jakob Fuggers und 14 aus der Sammlung Johann Albrecht Widmannstetters; 25 hatten sich zuvor im Besitz des Petrus Victorius befunden. Die Bände wurden nach Formaten aufeinanderfolgend aufgestellt.
  2. Die Handschriften der Cod.graec. 324-347 kamen erst 1803, hauptsächlich aus der Mannheimer Hofbibliothek und den säkularisierten Klöstern, in die Münchner Hofbibliothek. Die Aufstellung erfolgte nach Formaten.
  3. Zwischen diese beiden, deutlich voneinander abgrenzbaren Gruppen gehören die bezüglich des Zeitpunktes ihrer Erwerbung nicht exakt einzuordnenden Cod.graec. 321-323.
  4. Cod.graec. 348-574 stammen aus der Stadtbibliothek Augsburg ; sie wurden nach der Mediatisierung Augsburgs im Jahre 1806 an die Münchner Hofbibliothek überführt. Sie sind nach Formaten aufgestellt.
  5. Bei den Handschriften ab Cod.graec. 575 handelt es sich um Neuerwerbungen seit Erscheinen des letzten Bandes des von Ignaz Hardt bearbeiteten Katalogs (1812); diese wurden unabhängig vom Format in der Abfolge ihres Eintreffens aufgestellt und sind bis zum Erscheinen des mit Zuschuss des Hellenischen Parlaments in Arbeit befindlichen gedruckten Katalogs im Repertorium nachgewiesen.