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Geschichtliche Entwicklung der Sammlung
Geschichtliche Entwicklung
 
Hatte die Münchener Hofbibliothek in den ersten zweieinhalb Jahrhunderten ihres Bestehens rund 1.500 Handschriften gesammelt, so wurde sie zu Beginn des 19. Jahrhunderts durch die Überführung der Mannheimer Hofbibliothek und durch die Säkularisation der bayerischen Klosterbibliotheken zur größten Handschriftensammlung im deutschen Sprachraum; ihr Bestand war auf das Fünfzehnfache emporgeschnellt.  Ordnung und Erschließung der gewaltigen Handschriftenmasse ist dem als Sprachwissenschaftler bekannten Bibliothekar Johann Andreas Schmeller zu verdanken, dessen Repertorien der lateinischen und deutschen Handschriften Grundlage der ab 1866 bzw. 1868 gedruckten Kataloge wurden.
 
Beträchtlichen Zuwachs brachte der weitere Verlauf des 19. Jahrhunderts, vor allem in Nachwirkung der großen Veränderungen der Bibliothekslandschaft zu seinem Beginn. Seitdem setzte sich die Entwicklung kontinuierlich durch den Erwerb geschlossener Sammlungen fort; eine zielgerichtete und breit angelegte Neuerwerbungspolitik dient der Profilierung und Ergänzung des Bestands.