Schnellzugriff


Bereichsmenü

Erwerbungsetat
Erwerbungsetat
Die Erwerbungsausgaben werden mehrheitlich aus dem Haushalt des Freistaates Bayern finanziert. Im Rahmen der Verbesserung der universitären Literaturversorgung wurden in den letzten Jahren auch der Bayerischen Staatsbibliothek verstärkt Sondermittel des Landes zugewiesen; das belegt auch die Funktion der BSB als Archivbibliothek für Bayern (last resort).

Maßgeblich verstärkt wird der Erwerbungsetat durch Drittmittel, die für die Bibliothek in vielen Bereichen von erheblicher Bedeutung sind. Dies gilt besonders für die kontinuierlichen Zuwendungen der  Deutschen Forschungsgemeinschaft  zur Förderung der  Sondersammelgebiete  im Rahmen der überregionalen Literaturversorgung.
Für herausragende Erwerbungen werden gezielt Drittmittel bei Sponsoren eingeworben, beispielsweise über den  Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft , die  Kulturstiftung der Länder, die Bayerische Landesstiftung oder die  Förderer und Freunde der Bayerischen Staatsbibliothek.

Der Etat im Bereich der regulären Haushaltsmittel ist durch einen Fixkostenanteil von ca. 65 % vorbelastet. Nahezu 50 % der Festlegungen werden für Abonnements von Zeitschriften sowie die Weiterführung der Fortsetzungen aufgewandt (mehrbändige Werke und laufend gehaltene Reihen, aber auch Literatursammlungen auf Mikrofilm und -fiche). Sie könnten nur unter schwerer Schädigung des kontinuierlichen Bestandsaufbaus abbestellt oder abgebrochen werden. Zusätzlich entfallen allein 12 % der Mittel auf Ausgaben für das Binden von jährlich etwa 100.000 broschierten Neuerscheinungen, Zeitschriften und Zeitungen. Der verbleibende freie Erwerbungsspielraum ist daher mit ca. 35 % sehr eingeengt. Da an der Bayerischen Staatsbibliothek mehr als drei Viertel der Käufe im Ausland getätigt werden, beeinflussen zudem Wechselkursschwankungen die Kaufkraft erheblich.

Erwerbungen und Lizenzierungen von elektronischen Zeitschriften und Datenbanken koordiniert die Bayerische Staatsbibliothek auch mit anderen bayerischen Bibliotheken im  Bayernkonsortium. Seit 1999 erhält das Bayernkonsortium zentrale Mittel aus dem bayerischen Konsortialfonds (ca. 40-50 % des Mittelbedarfs).