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Erwerbungen

Bei den laufenden Erwerbungen werden musikalische Quellen, Literatur über Musik und Musiktonträger traditionell als besondere Sammelschwerpunkte gepflegt.
 
Zugleich betreut die Bayerische Staatsbibliothek im Auftrag und mit Unterstützung der  Deutschen Forschungsgemeinschaft das Sondersammelgebiet Musikwissenschaft. Im Rahmen dieses Unternehmens erhält sie laufend erhebliche Zuschüsse, um Literatur über Musik, Musikzeitschriften sowie musikalische Gesamtausgaben, Denkmälerreihen, sonstige wissenschaftlich-kritische Editionen und eine breite Auswahl von anderen Notendrucken des Auslands mit größtmöglicher Vollständigkeit zu erwerben.
 
Die Bibliothek wendet im Gegenzug erhebliche Eigenmittel für neue und ältere Drucke, Musikhandschriften und Nachlässe auf, damit die gewachsenen Schwerpunkte gezielt fortgeführt werden. Bei der Musica practica verfolgt sie das Ziel, den breiten, international repräsentativen Bestand kontinuierlich weiter auszubauen. Dabei haben Partituren den Vorrang vor Stimmenmaterial. Dieses Erwerbungsprofil bezieht sich auf die professionelle Kunstmusik weltweit und auf die Publikationen zur Musikethnologie. Jazz und populäre Musik werden in exemplarischer Auswahl gesammelt, soweit zuverlässige, umfangreichere Ausgaben vorliegen.
 
Seit 1990 hat die Bayerische Staatsbibliothek in dem kooperativen Erwerbungsprogramm "Sammlung Deutscher Drucke" für Notenpublikationen das Zeitsegment 1450-1800 übernommen; bei Büchern über Musik ist sie für die Erscheinungen des 15. und 16. Jahrhunderts zuständig.