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Dante Alighieri: La Commedia
2 Inc.c.a. 3468, fol.15v
2 Inc.c.a. 3468
308 Blätter, Venedig 1497, Provenienz: H. Schedel
 
Die Commedia, wie Dante sein Werk selbst bezeichnete („divina“ wurde später von Boccaccio hinzugefügt), ist ein allegorisch-lehrhaftes Gedicht in 100 Gesängen und 14230 Versen. Der Dichter lässt darin die sündige Seele durch die christlichen Jenseitsbereiche Hölle und Läuterungsberg zum Paradies wandern. Dante wird von dem Dichter Vergil geleitet, den Beatrice, ein Symbol der göttlichen Gnade, gesandt hat.
Aus der Zeit Dantes sind keine Handschriften erhalten. 1472 wurde das Werk erstmals in drei voneinander unabhängigen Ausgaben in Italien gedruckt. Die hier vorliegende Ausgabe von 1497 enthält einen Kommentar und eine Einführung und Vorreden des Florentiner Humanisten Christophorus Landinus. Das in der Staatsbibliothek liegende Exemplar stammt aus dem Besitz Hartmann Schedels und enthält vom Besitzer am Anfang des Buches eine lateinische Vita und zwei Gedichte auf Dante. Der Beginn der Commedia (Bl. 15v) ist durch einen farbenprächtigen Holzschnitt hervorgehoben. Ein von antikisierenden Blumenbordüren und einem architektonischen Rahmen umgebenes Bild zeigt Dante in einem dunklen Wald vor drei Tieren, einem Löwen, einer Wölfin und Leoparden, Symbolen für die Laster Gewalt, Betrug und Begierde. Im Vordergrund steht Vergil als Begleiter durch das Inferno. Der untere Rahmen zeigt Schedels Mohrenwappen.
 
 
Fächer: Deutsch, Geschichte, Italienisch, Latein
 
Literatur:
  • Kulturkosmos der Renaissance. Die Gründung der Bayerischen Staatsbibliothek. Ausstellungskatalog der Bayerischen Staatsbibliothek. Wiesbaden 2008