Archiv Einzeldarstellung
15.07.00
Schriftstücke - Informationsträger aus fünf Jahrtausenden
Schrift ist eine der wesentlichsten Kulturleistungen der Menschheit. Seit 5000 Jahren werden Wissen und Erfahrung von Generation zu Generation bildlich und schriftlich weitergegeben. Schrift als Werkzeug des kulturellen Gedächtnisses bedarf zeitüberdauernder Träger. Gezeigt wurde in der Ausstellung eine beeindruckende Fülle von Materialien, auf die der Mensch geschrieben hat: Stein, Tontafeln, Metall, Elfenbein, Leder, Wachs, Holz, Rinde, Palmblätter, Stoff, Papyrus, Pergament, Papier und moderne Speichermedien. Unter den zum Teil noch nie ausgestellten Objekten befanden sich mesopotamische Keilschrifttafeln, ägyptische Hieroglyphen, Papyri, mittelalterliche Prachthandschriften, Pergamenturkunden (darunter die Goldene Bulle von 1356), eine Bilderschrift der Nachi (China), das Gebetbuch der Haremsdame Düsdidil und ein bayerischer Bauernkalender von 1530. Aus Münchener und Berliner Museen kamen weitere Schrift- und Bildzeugnisse: Bilderschriften der Eskimos, Botenstäbe australischer Aborigines, ein Ahnenpfahl der Asmat (Indonesien) u.a.m.
Die sowohl materialkundlich als auch kulturgeschichtlich angelegte Schau vertraute auf die Kraft der Bilder und die Sprachgewalt der gezeigten Objekte. Sie beleuchtete ein Stück Weltkultur, den Austausch menschlicher Gedanken und Erfahrungen in Bildern und Texten.
Ausstellungsteil I im Bayerischen Hauptstaatsarchiv ordnete die Exponate unter dem Thema "Von der Tontafel zur CD-ROM". Ausstellungsteil II in der Bayerischen Staatsbibliothek stellte das Verhältnis von Bild und Schrift in den Mittelpunkt.
Katalog
Zur Ausstellung erschien ein
Katalog mit 263 Seiten und zahlreichen Farbabbildungen. Preis: DM 46,00.
Zur Ausstellung erschien ein
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Bayerische Staatsbibliothek
Ludwigstr. 16, 80539 München
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Bayerisches Hauptstaatsarchiv
Ludwigstr. 14, 80539 München
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Fachliche Fragen an:
Dr. Klaus Haller (Bayerische Staatsbibliothek)
Tel.: 089/28638-2321, Fax: -2319,
haller@bsb-muenchen.de
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