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Aderlassmann
Rar. 320 (Ausschnitt)
Rar. 320
Aus der Graphiksammlung Schedels
 
Der in fünf Felder eingeteilte Holzschnitt zeigt in der Mitte einen Mann mit geöffneter Brust- und Bauchhöhle. Um ihn herum sind die zwölf Tierkreiszeichen gereiht. Xylographische Angaben „gut“ – „mitel“ – „böß“ geben Auskünfte über die Einwirkung der Zeichen auf den menschlichen Körper. Die erste Szene links (oben) zeigt eine Frau, die von ihrem Mann zur Ader gelassen wird. Darunter reicht ein Arzt einem im Bett liegenden Kranken einen Becher mit Arznei. Auf der rechten Seite (oben) befindet sich ein weiteres Aderlassbild. Die untere Szene zeigt einen Mann, der von einem Bader geschröpft wird. Das Bild des Aderlassmannes gehörte wahrscheinlich zu den meist verbreiteten graphischen Darstellungen des ausgehenden 15. Jahrhunderts. 
 
 
Fächer: Biologie, Chemie
 
Literatur:
  • Die Graphiksammlung des Humanisten Hartmann Schedel. Ausstellungskatalog der Bayerischen Staatsbibliothek. München 1990;
  • Kulturkosmos der Renaissance. Die Gründung der Bayerischen Staatsbibliothek. Ausstellungskatalog der Bayerischen Staatsbibliothek. Wiesbaden 2008